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02.02.07
Alter: 3 Jahre
3. Nationaler Kongress Elektrosmog-Betroffener am 19.11.2005

 

Ihr Hauptthema lag auf der Wirkung der Hitzeschock-Proteine (Anmerk. = Stressproteine), die den Zellwachstumsprozess regulieren. Sie reparieren beschädigte Proteine und schützen die Zellen gegen äussere Schadeinflüsse. Bei schnell wachsenden Zellen (Krebszellen) führen sie nun zur Beschleunigung der Zellteilung und schützen ausgerechnet diese. In normalen Zellen aber bewirken hochfrequente elektromagnetische Felder eine Verzögerung der Zellteilung, also das Gegenteil. Bei chronischer Einwirkung sind geschädigte Zellen nicht mehr zur Selbstreparatur Zellen fähig.

Frau Dr. Sianette Kwee aus Aarhus, Dänemark, kann es sich heute, als emeritierte Wissenschafterin leisten, Klartext zu reden, während ihr früher stets ein Maulkorb verpasst worden war. Unter dem Titel „Märchen und Tatsachen“ pointierte sie, wie die Industrie ständig versucht, die schädlichen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung kleinzureden und wie es ihr gelungen war, diese dann als Unwahrheiten zu entlarven. Sie legte einen Vergleich der Ergebnisse unabhängiger Studien mit solchen von der Industrie veranlassten (bestellten) vor.


Ergebnis: nur 30% der Industriestudien zeigten einen Effekt, 70% keinen. Ihr Hauptthema lag auf der Wirkung der Hitzeschock-Proteine (Anmerk. = Stressproteine), die den Zellwachstumsprozess regulieren. Sie reparieren beschädigte Proteine und schützen die Zellen gegen äussere Schadeinflüsse. Bei schnell wachsenden Zellen (Krebszellen) führen sie nun zur Beschleunigung der Zellteilung und schützen ausgerechnet diese. In normalen Zellen aber bewirken hochfrequente elektromagnetische Felder eine Verzögerung der Zellteilung, also das Gegenteil. Bei chronischer Einwirkung sind geschädigte Zellen nicht mehr zur Selbstreparatur Zellen fähig.
Nach Meinung von Dr. Kwee gibt es schon genügend Erfahrungen, daher dürfe man die Verzögerungstaktik der Industrie nicht länger hinnehmen.


Prof. Yuri Grigoriev, Vorsitzender der russischen Strahlenschutzkommission RNCIRP aus Moskau belegte mit Beispielen aus der Wissenschaft besonders die Empfindlichkeit von Kindern auf die Mikrowellentechnologie und forderte die Einhaltung der Empfehlungen der russischen Strahlenschutzkommission, diesen keine Mobiltelefone in die Hand zu geben.


Durchgeführte Studien an Ratten, Froschherzen und Küken haben, auch wenn sie schon länger zurück liegen, von ihrer Gültigkeit und Brisanz nichts verloren. Ergebnisse bleiben Ergebnisse.
Erfahrungsstudien haben ausserdem ergeben, dass gerade bei im Wachstum befindlichen Tieren die Einflüsse stärker sind und deshalb das Risiko bei jungen Menschen (20-29jährigen), die schon seit ihrer frühen Jugend ein Mobiltelefon benützen, extrem gross ist. Prof. Grigoriev wies darauf hin, dass die Modulation nicht unberücksichtigt bleiben dürfe, wolle man das Risiko des Mobilfunks der Bevölkerung richtig einschätzen.

Dr. med. Barbara Dohmen, Umweltärztin und Mitbegründerin von IGUMED
(interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin) genoss die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft. Sie berichtete aus ihrem Praxisalltag, wo sie täglich hautnah mit den Folgen der elektromagnetischen Verstrahlung konfrontiert ist. So führte sie u.a. als Beispiel den Fall eines jungen Patienten an, der, berufsbedingt, als Schweisser, in seinem Körper viel Metall trägt.


Metall im Körper wirkt als Leiter der Strahlung und bewirkt, dass dieser Patient massiv an den verschiedensten bekannten Beschwerden leidet. Dies immer mehr, sodass er es in einem normalen Umfeld nicht mehr aushält, sondern, besonders nachts, in unbestrahlte Gebiete fliehen muss. Da fast jeder von uns in irgendeiner Form Metall in seinem Körper trägt, sei es nun in Form von Amalgamplomben, Prothesen oder metallischen Implantaten, sind früher oder
später auftretende Folgen geradezu vorprogrammiert. Ein anderer Patient lieferte den geradezu frappanten Beweis über die Wirkung eines eingeschalteten Handys. Wegen Herzrhythmusstörungen begab er sich in eine Herzklinik, wo er sein Handy, das er stets in der Brusttasche trug, vorher abgeben musste, denn es hätte die empfindlichen Instrumente gestört.


Die Untersuchung verlief negativ, dh. während seines Klinikaufenthaltes war er ohne Beschwerden. Diese begannen nach seiner Entlassung prompt erneut, als er das Handy wieder in Empfang nahm.
Das Wissen der Medizin, so Dr. Dohmen, stammt aus zwei Quellen: aus der wissenschaftlichen Forschung und der Einzelbeobachtung, wie dies die Geschichte von der Cholera-Epidemie wegen eines verseuchten Brunnens in Soho zeigte, (auch von Prof. Dr. Hecht anschliessend angeführt) noch lange, bevor der wissenschaftliche Beweis dafür vorlag. Sehr anschaulich war
die Grafik von dem Fass, das, vollgefüllt mit anderen Umweltbelastungen, nur noch als letzten Tropfen in Form von Folgen des Mobilfunks, gebraucht hat, um es zum Überlaufen zu bringen.


Prof. Dr. med. Hecht, ehemals an der berühmten Berliner Charité tätig, kann es sich als emeritierter Professor leisten, gnadenlos mit der Industrie und allen Elektrosmog-Leugnern aus Politik und Wirtschaft und den von ihnen als Verharmlosern angestellten Forschern und Medizinern abzurechnen. Bereits vor 70 Jahren haben Forscher auf das Mikrowellensyndrom hingewiesen, das sich nicht – wie heute stereotyp durch die ICNIRP und die Vorschriften der Regierungen (Anm. NIS-Verordnung) vertreten. – allein durch Wärmewirkung erklären lässt.
Dies sagte nicht irgendwer, sondern z.B. der Physiologe und Nobelpreisträger I. P. Pawlow, und Dr. Erwin Schliephake – wohlgemerkt eben schon vor 70 Jahren.
Die ersten Warnungen kamen 1971 aus den USA, andere aus der Sowjetunion, wo man seit 1948 Reihenuntersuchungen an Berufsleuten durchführt. Auch aus Polen und Tschechien gibt esBerichte. Die Beschwerden decken sich exakt mit jenen, unter denen heute Mobilfunkgeschädigte leiden. Prof. Hecht prangert denn auch die unlauteren Methoden von Forschungen an, die dies bestreiten und die neue, seriöse Forschungsergebnisse, die nicht ihrem
Dogma entsprechen, lächerlich machen oder verschweigen.


Einleuchtend auch die Aussage, dass Lebensprozesse nicht mit den Methoden der klassischen Physik erforscht werden und deshalb auch keine physikalischen Schutzwerte festgelegt werden können. Denn ein Lebewesen ist nicht die Summe einzelner Teile, sondern ein integriertes, dynamisches funktionelles System. Hängen geblieben ist sicher in den Köpfen der meisten Zuhörer: „Noch nie wurde eine schädliche Technologie durch die Forschung bewiesen,
sondern stets durch Erfahrung.“ (siehe das von Frau Dr. Dohmen angeführte Beispiel der Cholera). Prof. Dr. Hecht hält all jenen, die den ernsthaften Warnern vor Gesundheitsschäden vorwerfen, „ein Spiel der Angst“ zu betreiben vor, verantwortungslos zu handeln, wie es z.B. die berüchtigte Schrift „Frequentia“, die das ForumMobil an die Schweizer Ärzte verteilt, tut.
Er fordert, dass Forschungsvorhaben finanziell unterstützt werden, ebenso, dass Ärzte, die in ihrem Umfeld praktische Untersuchungen durchführen. Sein Wort richtet sich aber auch an die Gesetzgeber und er fordert die Verpflichtung der Mobilfunkbetreiber, Warnhinweise auf Handys zu drucken, analog zur Tabakindustrie und für Bewohner im Einzugsgebiet der Antennen die Kosten für Gesundheitschecks und Behandlung Betroffener zu übernehmen.


Neben den Forderungen, Handys weder Kindern noch Jugendlichen in die Hand zu geben, dringenden Empfehlungen an Patienten mit Herzschrittmachern, an solche, mit neurologischen Erkrankungen, und an Schwangere, diese zu meiden, appelliert er an die Gesundheitsbehörden, eine ärztliche Meldepflicht für Mikrowellen-Symptome, wozu auch gehäufte Krebs- und Leukämiefälle zählen, einzuführen. - Prof. Dr. Hecht ist sich voll bewusst, dass er sich mit
seinen Darlegungen und Forderungen gewiss Feinde in manchen Kreisen schaffen wird. Man wird versuchen, ihn zu verleumden, zu diskriminieren und diskreditieren, aber durch seine 50-jährige Erfahrung fühlt er sich weiterhin der ärztlicher Ethik verpflichtet, den Schädigern der Gesundheit den Kampf anzusagen und bittet um die Unterstützung aller, denen er helfen
will. - Die Zuhörer waren echt beeindruckt von dem Drive und der Energie, die der 81-jährige Kämpfer mit seinem aufrüttelnden Vortrag gezeigt hat.


Franz Inauen, Landwirt aus Wertbühl bei Istighofen zeigte anhand eindrücklicher Grafiken, belegt mit Zahlen und Daten über Schäden in seinen Viehställen und jenen eines benachbarten Betriebs auf, wie die Mobilfunktechnologie einen Landwirt in seiner beruflichen Existenz
bedroht. Da gab es nichts zu diskutieren und zu beschönigen. Die Schäden waren evident und beliefen sich seit 2001 auf beiden Betrieben auf 32 tote Kälber und 6 notgeschlachtete Kühe und auf einen finanziellen Schaden von rund 40 000 Franken. Die Tierärzte schrieben deshalb in ihrer Beurteilung, ein Zusammenhang zwischen der Mobilfunkanlage und dem ganz klar schlechteren Gesundheitszustand der Tiere sei auf keinen Fall auszuschliessen. Schade nur,
dass Gigaherz nicht früher Kenntnis erhielt und vorgängig Messungen durchführen konnte. Sie wären heute gut für einen Vergleich zu gebrauchen, nachdem diese offensichtlich nach einer Beschwerde beim ForumMobil auffällig abgenommen haben. Wir kennen Fälle, wo die Betreibergesellschaft durch Manipulation der Antennen in der Zentrale Ähnliches bewirkt hat
(siehe Punkt 14) Auch die Hausbewohner leiden, dies zeigt sich hauptsächlich in der Form von Gelenkschmerzen.


Dr. Imre Fejes, Szeged, ein noch junger Arzt, ging auf seine mit Kollegen durchgeführte Studie der Frage nach, ob regelmässiger Handygebrauch einen Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit hat. Bei der statistischen Auswertung von 371 befragten jungen Männern (nach der Dauer des Gebrauchs von Handys, Standby-Position und Tragen des Handys in Körpernähe) zeigte sich: längerer Handygebrauch kann sowohl die Qualität, die Anzahl und die Beweglichkeit der Spermien negativ beeinflussen und zu einer reduzierten männlichen
Fruchtbarkeit führen. Die Forschungen sind noch im Gange, denn es wurden 5 mögliche Hypothesen aufgestellt, darunter DNA-Schäden und die Melatoninhypothese. Die Frage, ob man sich auch mit dem Auftreten von Hodenkrebs beschäftigt habe, verneinte Dr. Fejes, was besagt, dass dies ein weiteres umfangreiches Forschungsgebiet wäre.