27.12.08
Alter: 2 Jahre
USA - Handy kommt mit ins Grab
Alter: 2 Jahre
Verstorbene vermehrt mit Mobiltelefon, MP3-Player oder portabler Spielkonsole begraben.
Wie das Newsportal «Newsvine» berichtet, ist es vor allem in Hollywood vielfach gang und gäbe, dass Verstorbene sich gemeinsam mit ihren technischen Lieblingsstücken begraben lassen. «Es scheint, als ob jeder, der derzeit stirbt und unter 40 Jahren alt ist, sein Handy mit ins Grab nehmen will», sagt Noelle Potvin, Serviceberaterin beim in Hollywood ansässigen Bestattungsunternehmen Hollywood Forever. Blackberrys, Gameboys und iPods seien nur einige der Beispiele für die gewünschten Grabbeigaben. «Viele Leute glauben, dass ein Handy die Persönlichkeit seines Besitzers sehr gut widerspiegelt und deshalb einen wichtigen Teil des eigenen Vermächtnisses des Verstorbenen darstellt», so Potvin.
Durchaus zeitgemäss
Grabbeigaben sind bereits seit der Steinzeit ein wesentlicher Teil der Bestattungskultur des Menschen. Meistens handelt es sich dabei um wichtige Gegenstände aus dem Leben des Verstorbenen, die ihm entweder im Jenseits von Nutzen sein sollen oder von Angehörigen als eine Art Gruss auf den letzten Weg mitgegeben werden, sagt Rolf-Peter Lange, Vorsitzender des Verbands Deutscher Bestattungsunternehmen, gegenüber pressetext. Dass technische Geräte wie Handys heute mit ins Grab genommen werden, sei als Zeichen der Zeit zu verstehen. «Meiner Auffassung nach ist diese Entwicklung durchaus zeitgemäss. Die Menschen werden stets solche Dinge mitnehmen wollen, denen sie zu ihren Lebzeiten eine besondere Bedeutung zugeschrieben haben.»