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16.01.09
Alter: 2 Jahre
FMK: „Mobilfunk macht Schule“

 

Wer allerdings die Medienpädagogen sind, die entgegen den weltweiten Warnhinweisen zum Handygebrauch auch durch Jugendliche, insbesonders im Kindesalter, die lt. FMK die Vermittlung von „Handykompetenz im Unterricht“ fordern, wird derzeit noch verschwiegen.

Das FMK, das Forum Mobilkommunikation, die Interessensvertretung der
Mobilfunkbetreiber, also der Lobbyist der Mobilfunkindustrie, meint ernsthaft, dass aufgrund der Verbotsdiskussionen betreffend Mobilfunk in der Schule dies ein herausforderndes Thema sei.

So weit so gut. Dabei gehören nach Meinung dieses Lobbyisten Handys zur medialen Grundausstattung junger Menschen. Bisher leider ja.
Wer allerdings die Medienpädagogen sind, die entgegen den weltweiten Warnhinweisen zum Handygebrauch auch durch Jugendliche, insbesonders im Kindesalter, die lt. FMK die Vermittlung von „Handykompetenz im Unterricht“ fordern, wird derzeit noch verschwiegen.

Wie Kinder und Jugendliche einen sinnvollen Umgang mit Mobilfunk erlernen könnten, warum es mobile Infrastruktur brauche, welche Immissionen beim Telefonieren mit dem Handy „tatsächlich“ auftreten und wie die Schüler für die Lebensrettung fit zu machen seien, präsentierte das FMK auf der Interpädagogica vom 13. bis 15. Nov. 2008.

Die Interpädagogica, der Branchenevent Österreichs und die einzige Fachmesse für Fachmesse für alle PädagogInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen, KindergärtnerInnen undTrainerInnen.

Woooow!!!!!

Offensichtlich will man gezielt alle Erziehungsverantwortlichen als Meinungsmacher für die Mobilfunklobby gewinnen, auch entgegen der Gesundheitswarnhinweise der Österr. Ärztekammer ! Das FMK ist darob erstaunt und sieht dies bloß als reflexartige Anschuldigungen an! Aha!

Gingen Sie lieber Leser, liebe Leserin, bei Gesundheitsbedenken eher zu einem Techniker der Mobilfunkbranche oder doch zu einem Arzt?

Sieht man sich obendrein die verschiedenen Werbeaussagen auf der Website des FMK www.fmk.at an, kann einem leicht übel werden, so viel Desinformation wird hier gezielt verbreitet.

Wirklich bedauerlich aber ist, dass sich hiebei auch öffentliche Institutionen, interessewahrend für diese Lobby, durch Zur-Verfügung -stellen Ihrer Logos, beteiligen, übrigens allesamt von unseren Steuergeldern finanziert:

Das BM f. Unterricht und Kunst, die Landesschulräte des Burgenlandes, der Steiermark und von Kärnten, das Land Steiermark selbst und die Pädagogische Hochschule der Steiermark.

Dass auch diese öffentlichen Institutionen die Gesundheitswarnungen der Österr. Ärzte für unsere Jugend missachten, erscheint geradezu unverständlich, haben doch all diese Stellen die Jugendschutzbestimmungen bezüglich Gesundheit in den diversen
Landesgesetzen, bei Strafe, zu befolgen!

Bisher allerdings wurde die Verantwortung für mögliche Gesundheitsfolgen zwischen den Ministerien f. Infrastruktur, Umwelt und Gesundheit wie eine heiße Kartoffel hin und hergeschoben.

Ob die neuen Minister ihre in der Verfassung vorgesehene Verantwortung für diesen Themenbereich gegenüber einer schier übermächtig erscheinenden Lobby wahrnehmen werden?

FMK-Präsident Michael Krammer von Orange adressiert nämlich bereits besonders in Richtung Politik und Regulator, seine für den Wirtschaftsstandort Österreich so wichtige Branche verstärkt zu unterstützen und auch die entsprechenden Rahmenbedingungen zu
schaffen.

Also wenn´s ums Geld geht, sind gesundheitliche Bedenken Nebensache???