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15.04.09
Alter: 3 Jahre
Ist die Kärntner Wirtschaftskammer mobilfunkhörig?

 

Ein Briefwechsel mit Offenbarungswirkung.

Sg. Herr Kärntner Wirtschaftskammerpräsident Pacher!

Ist die Kärntner Wirtschaftskammer mobilfunkhörig?

 

Der im Gegenstande zuständige Fachgruppengeschäftsführer outet sich jedenfalls im Internet über Xing als Mobilfunkfreak und Lobbyist, wenn ich dort richtig gelesen habe.

 

In einem Diskurs mit dem Obmann von Risiko Elektrosmog Kärnten, www.risiko-elektrosmog.at, hat dieser Kammervertreter zwar blauäugig behauptet, daß die in der Kammerzeitung beworbene WLAN-Aktion - es mögen sich alle Hotel- und Gastronomienbetriebe für diese Mobilfunktechnik entscheiden - nicht mobilfunkausgerichtet sei, sondern sehr wohl auch die Beratung zur gesünderen Festnetzverbindung umfasse. 

Nur stimmt dies offenbar nicht!! 

Weder in der szt. Zeitungsbewerbung, noch in der vom 3.4.2009 (S. 16) ist davon die Rede. Die WKK informiert und wirbt ausschließlich über die „Chancen des kabellosen Internets“.

Die Beteuerungen des Fachgruppenobmanns haben sich also in warme Luft aufgelöst.

Der Präsident dieser Kammer schweigt bisher dazu ?

 

Könnte sich deshalb der Verdacht aufdrängen, daß hinter dieser Aktion in Wahrheit die Mobilfunklobby steht. Immerhin geht es dabei um eine gar nicht geringe Anzahl von potentiellen Neukunden?

 

Im Nachhang zur GAST erklärt nunmehr die Wirtschaftskammer Kärnten ihren Zwangsmitgliedern der Gastronomie und Hotellerie obendrein dieses Konzept flächendeckend in den Bezirken, wie diese gesundheitsgefährdende E-Smogtechnik rasch und günstig in den Betrieben installiert werden kann.

Meine Warnhinweise haben die verantwortlichen Sachbearbeiter der Fachgruppe Gastronomie und die Redakteure der „Kärntner Wirtschaft“ offensichtlich weiterhin nicht gecheckt.

Details dazu in www.risiko-elektrosmog.at unter News> Archiv, Beitrag vom 18.03.2009.

 

Im Sinne der Wortspende des Präsidenten der WKK, Franz Pacher,

„Wenn die Aussicht verloren geht, auf gesundes Fahrwasser zurückzukehren, muß man zum Wohle der Allgemeinheit die Notbremse ziehen“ (Kl. Zeitung v. 12.04.09) werden daher immer mehr Gäste, die gesundheitsbewußt denken, solch gesundheitsgefährdende Orte, in denen tatsächlich WLAN installiert wurde, meiden und Risiko Elektrosmog Kärnten wird sich dieses Themas weiterhin annehmen.

 

Es stellt sich daher die Frage, ob die Penetrierung dieser Werbeaktion der WK Kärnten für Gäste, Konsumenten und Mitarbeiter wirklich wertvoll und kein Widerspruch zum obigen Pacher-Zitat ist?

MfG

Dr. Erwin Tripes

 

Die Antwort des Kammerpräsidenten:

----- Original Message ----- 

From: Pacher F,WKK,Präs 

To: e.tripes@aon.at 

Sent: Wednesday, April 15, 2009 5:08 PM

Subject: WLAN-Aktion der WKK

 

Sehr geehrter Herr Dr. Tripes,

danke für Ihre E-Mails zu obigem Betreff. Ich respektiere Ihren persönlichen Standpunkt dazu und weise darauf hin, dass die Wirtschaftskammer Kärnten über die Möglichkeiten eines kabellosen Internets informiert. Die Entscheidung einer Einführung obliegt der unternehmerischen Freiheit jedes einzelnen Mitgliedes. 

Wir bitten um Ihre Kenntnisnahme.

Freundliche Grüße

Franz Pacher

Präsident

Wirtschaftskammer Kärnten

Europaplatz 1 I 9021 Klagenfurt

T 05 90 90 4-259 I F 05 90 90 4-264

E franz.pacher@wkk.or.at

W wko.at/ktn 

Das Ende der Debatte:

 

Sg. Herr Kärntner Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher!

 

Danke für Ihre Antwort im Gegenstande.

Mit Ihrem Hinweis, daß Sie meinen persönlichen Standpunkt (zur WLAN-Situation insgesamt und zur diesbezüglichen Aktion der WKK) respektieren, insinuieren Sie letztlich, daß mein Standpunkt bloß ein vereinzelter sein könnte.

In Wahrheit aber wird bereits weltweit von namhaften Experten und nicht nur von der Österr. Ärztekammer vor dieser gesundheitsgefährdenden Technologie gewarnt.

 

Schade, daß Sie auf keinen meiner konkreten Hinweise eingehen wollen, insbesonders, daß „Ihre“ Aktion einseitig auf WLAN-Information ausgerichtet ist. Freilich ist klar, daß die Zwangsmitglieder der WKK nicht zur WLAN - Installation gezwungen werden können, aber warum Sie die Einseitigkeit dieser öffentlich gemachten Kammerwerbeaktion in Richtung WLAN mit keinem Wort begründen, bleibt leider nicht nachvollziehbar.

Ich werde daher versuchen, so wie Sie es selbst empfehlen, die Notbremse zum Wohle der Allgemeinheit zu ziehen und darüber via Internet informieren.

MfG

E.T.

15.04.2009