23.04.09
Alter: 3 Jahre
ORF informiert einseitig.
Alter: 3 Jahre
Im heutigen Mittagsjournal (23.4.09) wurde im Sinne der Wünsche des sogenannten Wissenschaftlichen Beirates Funk (WBF) mitgeteilt, daß dieser Beirat derzeit keine Gefahr, ausgehend von der Mobilfunkstrahlung, sehe, soweit Grenzwerte eingehalten würden.
Bekanntlich gibt es aber keine einheitlichen Grenzwerte und insbesonders in Österreich nur eine unverbindliche Ö-NORM, die der Vorsitzende dieses WBF gegen den Einspruch der Ärztekammer durchgebracht hat.
Angeblich hat dieser Beirat 85 intern. Studien ausgewählt und beurteilt.
Strahlenphysiker Univ. Prof. Dr. Vana, der Vorsitzende dieses Beirates, will keinen Zusammenhang zwischen Strahlung und Krebsgefahr bei den Fünfjahresstudien sehen.
Obwohl die Zehnjahresstudien und länger, sehrwohl auf Tumorentstehung hinweisen, relativiert er dies lapidar mit dem Verweis auf ebenso lange Studien, die keine solche Gefahrenhinweise aufzeigten.
Es gibt also vom WBF für den Gebrauch von Mobilfunkgeräten keine Verhaltensvorschläge analog zur warnenden Ärztekammer, auch nicht für Kinder. Dies im Einklang mit dem Infrastrukturministerium als Auftraggeber an den WBF.
So einfach läuft also die Gesundheitsvorsorge bei uns in Österreich.
Frage: wieso kommt ein derart einseitiger Bericht, der im Interesse der Mobilfunklobby die Gesundheitsgefahr wieder verharmlosen soll, ins Mittagsjournal ohne daß die dort verantwortlichen Redakteure näher auf die entgegengesetzten Warnhinweise von zahlreichen unabhängigen internationalen Studien aber auch der Ärztekammer genauer eingehen. ????
Sollte objektive Berichterstattung nicht anders aussehen?
Die ÄK hat übrigens unmittelbar nach obiger Aussendung die Aussagen des Wissenschaftlichen Beirats Funk, wonach es "nach dem heutigen Stand der Wissenschaft" bei Einhaltung der Grenzwerte zu keiner gesundheitlichen Gefährdung im Umgang mit Mobilfunk käme, entschieden zurückgewiesen.
(mehr dazu auf der NEWS-Seite im Beitrag :
Mobilfunk: Ärztekammer sieht keinen Grund für Entwarnung)