03.05.09
Alter: 3 Jahre
Der Bürgermeister der zweitgrößten Stadt des Calvados (Normandie) will WLAN in den Schulen abschalten
Alter: 3 Jahre
Vorsorgeprinzip: Die Stadt Hérouville reagiert angesichts der Strahlungsgefahr
Der Bürgermeister der zweitgrößten Stadt des Calvados (Normandie) will WLAN in den Schulen abschalten
Vorsorgeprinzip: Die Stadt Hérouville reagiert angesichts der Strahlungsgefahr
In den vergangenen Wochen haben mehrere Gerichtsbeschlüsse betreffend den Abbruch von Mobilfunkantennen die Debatte über die potentiellen Gefahren der für die Mobiltelefonie (GSM, UMTS, WLAN...) benutzten elektromagnetischen Wellen neu angefacht.
Hérouville-Saint-Clair (AFP) – Die Gemeindeverwaltung von Hérouville-Saint-Clair wird WLAN (drahtloses Internet) in den Schulen bis Ende Jahr abschalten. Dies teilte sie am Montag, vier Tage nach Beginn der Pariser „Strahlungsverhandlungen“, mit.
„Wir wenden das Vorsorgeprinzip an. Es ist unsere Aufgabe, die Gesundheit der Leute zu schützen“, erklärte der Bürgermeister Rodolphe Thomas anlässlich einer Pressekonferenz.
In dieser 24'000 Einwohner zählenden neuen Stadt in der Agglomeration von Caen ermöglichte WLAN den Schulen, sich über die Stadtverwaltung drahtlos mit dem Internet zu verbinden. Dies betrifft ein Dutzend Standorte, die nun einen individuellen Zugang zum Internet erhalten werden.
Die Gemeindeverwaltung werde außerdem zehn Messungen der elektromagnetischen Felder auf Stadtgebiet für den Gesamtbetrag von 4'000 bis 5'000 Euro finanzieren, fügte Laurent Mata, erster Referent für nachhaltige Entwicklung, hinzu. Ziel ist es, Antennen anzupassen oder zu versetzen, wo der Messwert zu hoch ist. „Wir werden vor Gericht gehen, wenn die Betreiber sich weigern, dies zu tun“, versicherte Mata.
Hérouville-Saint-Clair wird im September eine Kampagne betreffend die Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor der Strahlung bei der Bevölkerung, den Mobilfunkbetreibern und den Vermietern lancieren. „Die Vermieter erhalten 1'500 bis 2'500 Euro pro Monat für die Vermietung des Daches, wo die Antenne aufgestellt wird“, so Mata. Die Gesamtheit der Beschlüsse werde die Stadt 15'000 Euro kosten, sagte er.
Das CRIIREM (Zentrum für unabhängige Forschung und Information über elektromagnetische Strahlung), das sich als einzige unabhängige Vereinigung zur Messung elektromagnetischer Felder bezeichnet, gab an, es sei von rund zwanzig Gemeinden für derartige Messungen angefragt worden.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hérouville-Saint-Clair vom 24. April 2009
Übersetzungen durch Bürgerwelle Schweiz 30.04.09
www.buergerwelle-schweiz.org/WLAN_Computerfunk.508.0.html