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16.05.09
Alter: 3 Jahre
Christina Leitner schreibt in der Kurierbeilage Wohnen, (SS. 7 u.8) vom 9.5.2009, ua. über Mobilfunkstrahlung.

 

Dr. Erwin Tripes

Oberdörfl 47

9072 Ludmannsdorf

12.05.2009

 

Sg. Damen und Herren!

 

Christina Leitner schreibt in der Kurierbeilage Wohnen, (SS. 7 u.8) vom 9.5.2009, ua. über Mobilfunkstrahlung.

 

Leider wiederholt sie in ihrem Beitrag die von der Mobilfunklobby gebetsmühlenartig verbreitete Falschaussage, daß es bisher keinen sicheren Beweis für schädliche Auswirkungen dieser Technologie gebe.

Eine überaus unkritische Wiedergabe einer der dümmlichsten Aussagen dieser Lobby, die damit eine Sicherheit vortäuschen will, die es tatsächlich nicht gibt. Und die meisten Medien beten dies leider nach.

So wird für den unkritischen Leser, davon soll es ja einige geben, der Handygebrauch schlüssig verharmlost.

Da stellen sich also mehrere Fragen:

1) Was ist ein unsicherer Beweis? Versteht die Autorin darunter lediglich jene zahlreichen Studien, die, ausgehend von dieser so angenehm erscheinenden Technologie, sehr wohl gesundheitsgefährdende Nachweise liefern, die jedoch von der Mobilfunklobby abgelehnt werden, weil diese Studien nicht von ihr beauftragt wurden?

2) Wieso schreiben Sie nicht umgekehrt, daß es bisher keinen sicheren Nachweis für die Unschädlichkeit des E-Smogs gibt und deshalb der von der EU normierte Vorsorgegedanke rigoros anzuwenden sei? 

Gäbe es dann in Ihrem Medium vielleicht weniger Inserate und Werbeaussagen für die Handynutzung im Interesse der Mobilfunklobby?

3) Hat sich die Autorin noch niemals über diverse Aussagen der Ärztekammer kundig gemacht, die hier ganz eindeutige Warnhinweise veröffentlicht und die besonders energisch gegen die von der Mobilfunklobby durchgesetzte - allerdings unverbindliche - Önorm über die Mobilfunkgrenzwerte protestiert hat? (s. attachment).

4) Der im Beitrag erwähnte Dr. Ritzengruber hat zwar ein Biologiestudium absolviert, was ihn aber ganz offensichtlich nicht vor eigenen widersprüchlichen Aussagen schützt: „ Daß ich ein Handy - also einen Sender - nicht 17 Stunden am Tag in der Brusttasche (Herzensnähe) tragen sollte“, sagt ihm der gesunde Menschenverstand. Dagegen seine Aussage:

„ Nur weil ich ein Handy eingesteckt habe werde ich nicht krank“.

Tolle Logik!!!

5) Warum werden derart oberflächliche Aussagen zu einem solch wichtigen Thema in einem doch von vielen Lesern wahrgenommenen Medium so unkritisch gebracht?

6) Leider treten dadurch die begrüßenswerten Empfehlungen für die Abschirmung gegen E-Smog im selben Beitrag völlig in den Hintergrund. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Tripes