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25.06.09
Alter: 1 Jahre
Belgien senkt die Mobilfunkgrenzwerte

 

Die Österreichische Mobilfunklobby wird nervös

Belgien senkt die Mobilfunkgrenzwerte

 

Die Österreichische Mobilfunklobby wird nervös

 

Autor: Dr. Erwin Tripes

 

Verschiedene Medien, am ausführlichsten Profil Nr. 26 (S.82 ff), berichteten über einen jungen belgischen Wissenschafter, der jüngst lebende Ratten einem Bestrahlungsfeldversuch mit Mobilfunk ausgesetzt hatte.

Ergebnis: ./ die bestrahltenTiere wurden nur halb so alt, wie die unbestrahlten,

./ die Bestrahlten entwickelten mehr Tumore,

./ die Bestrahlten hatten ein geschwächtes Immunsystem,

./ die Bestrahlten litten unter Gedächtnisverlust.

 

Das will jedoch die Mobilfunklobby nicht wahr haben:

./ Das Forum Mobilfunk (FMK), der Interessenverband der Mobilfunklobby, verkündete, daß diese Studie schon deshalb unwissenschaftlich sei, weil sie nicht in einem Fachmagazin publiziert wurde. Sic!

Obendrein sei die Versorgungsqualität bei Grenzwertabsenkung gefährdet.

./ Der sogenannte „wissenschaftliche“ Beirat Funk (WBF) ließ im schon gewohnten Gleichklang zum FMK durch seinen Vorsitzenden, dem pensionierten Atomphysiker Prof. Dr. Vana ausrichten, daß die Studie nicht einfach auf den Menschen übertragbar sei. 

Obendrein leugnet er weiterhin vehement, daß es athermische Strahlungseffekte gebe, die biologische Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben können.

Da all diese Lobbyaussagen in keinem Fachmagazin publiziert wurden, sind sie also offensichtlich selbst unwissenschaftlich.

 

Fakten:

 

./ In Österreich gibt es - etwa im Gegensatz zu Deutschland - keine gesetzlichen Grenzwerte, auch wenn dies das MFK mehr oder weniger verschlüsselt formuliert, glauben machen will. Die ggstdl. ÖNORM hat lediglich Empfehlungscharakter.

 

./ Gegen diese ÖVE/ÖNORM E 8850 hat die Österr. Ärztekammer Widerspruch erhoben, ua. weil „sich das Dokument an den Vorschlägen der ICNIRP aus 1998 orientiert und nicht dem Stand der medizinischen Wissenschaften und Erfahrungen entspricht.

Die Referenzwerte des Dokumentes sind in keiner Weise geeignet, den erforderlichen 

Schutz der individuellen und öffentlichen Gesundheit zu garantieren. Vielmehr 

besteht Grund zur Annahme, dass Öffentlichkeit und Politik auf ein fachlich unzureichendes 

Dokument vertrauen und damit erforderliche Maßnahmen zur Expositionsvermeidung 

und Reduktion unterbleiben. 

Aktuelle Untersuchungen des REFLEX Projektes zeigen bei verschiedenen Zellen 

(in vitro) bei Einhaltung der Referenzwerte dieser Vornorm ÖVE/ÖNORM E 8850 

sowohl für niederfrequente magnetische Wechselfelder als auch für hochfrequente 

elektromagnetische Wellen im Frequenzbereich des Mobilfunks unter anderem Einzel- 

und Doppelstrangbrüche der Chromosomen, also gentoxische Effekte. Diese 

Ergebnisse werden durch Tierversuche (in vivo) bestätigt und unterstützt.“ 

 

Dennoch hat der vorerwähnte Physiker, diesmal als Vorsitzender des Normenausschusses, dieses Dokument durchgebracht.

Merkwürdig, daß ein pensionierter Atomphysiker glaubt, besser als verantwortliche Ärzte ein mögliches Gesundheitsrisiko der gepulsten Hochfrequenzstrahlung beurteilen zu können? (Eine Nähe zur Mobilfunklobby ist dadurch sicherlich nicht ableitbar, obwohl lt. Profil dieser WBF immer wieder wegen seiner angeblichen Verbindung zur Industrie kritisiert wird. Es gilt jedoch die Unschuldsvermutung).

In diesem Zusammenhang sei daher auch die Frage gestattet, ob man sich von einem technisch hervorragend versierten Installateur oder doch eher von einem qualifizierten Arzt eine Gefäßoperation gefallen lassen würde?

 

./ Die Mobilfunklobby hingegen beruft sich auf die WHO, die diese unwahrscheinlich hohen Grenzwerte empfohlen hatte.

Was aber verschwiegen wird ist, daß dieser private ICNIRP-Verein, jahrelang wahrheitswidrig als Unterorganisation der UNO benannt wurde, bis nach langem, verlegenem Schweigen schließlich Kofi Anan zugeben mußte, daß es sich hier um keine Organisationseinheit der UNO handelt !!! 

Der damalige Vorsitzende dieses Münchner Privatvereins soll übrigens gleichzeitig Mitglied der deutschen Strahlenschutzkommission gewesen sein, die für die politische Durchsetzung von Grenzwerten zuständig ist! 

Übrigens räumt die ICNIRP selbst ein, daß die von ihr empfohlenen Grenzwerte lediglich thermische Effekte umfassen. Ein Faktum, das die Mobilfunkindustrie einfach unter den Tisch fallen lässt, weil es nach deren pseudowissenschaftlichem Willen keine gesundheitsgefährdenden athermischen, biologischen Effekte geben darf.

Das wäre schließlich geschäftsstörend.

Insgesamt ein sauberes Bild von unbefangener Ehrlichkeit?

 

./ Und die für die Mobilfunker zuständige Infrastrukturministerin sieht keinen Handlungsbedarf. Sie wandelt offenbar in den Fußstapfen von Vorgänger Gorbach, der bekanntlich sehr mobilfunkfreundlich war.

 

./ Die ehemalige Sowjetunion hingegen hatte sich schon in den 20er-Jahren eingehend mit den gefährlichen gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung beschäftigt. Darüber gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, die naturgemäß von der Mobilfunklobby nicht erwähnt werden, weil ja nicht sein kann, was nach deren Kriterien nicht sein darf. 

Diese Forschungsergebnisse sind jedoch der Grund, weshalb die Nachfolgestaaten der UdSSR und die ehemaligen Ostblockstaaten (Russland, Litauen, Polen, Ungarn, Bulgarien, etc., um den Faktor 100 niedrigere Grenzwerte festgelegt haben, als dies die WHO unter dem Einfluß der ICNIRP empfiehlt.

Interessant, daß die westliche Mobilfunklobby bereits in Russland darum bettelt, daß die dortigen Grenzwerte um den Faktor 100 angehoben werden mögen?

 

Aussagen wirklich kompetenter Wissenschafter:

 

./ Der Umwelthygieniker der Uni Wien, Univ. Prof. Dr. Kundi, hat auch mit den Aktivitäten der Mobilfunkbranche seine Erfahrungen. Deshalb verweist er die Aufregung dieser Lobby in den Bereich des politischen Druckmachens.

Kundi kennt sehr wohl auch jene wissenschaftlichen Studien, die unabhängig von der Mobilfunkindustrie finanziert, ein Fülle von Hinweisen für eine biologische Gesundheitsgefährdung indizieren, weshalb man größte Vorsicht walten lassen müsste.

„Wenn nämlich die Mobilfunksender zurückschalten müßten, wären als nächstes die Handys dran und davor hat die Industrie enorme Angst, denn die bei In-vitro-Experimenten nachgewiesenen Effekte treten bereits bei einem Tausendstel der in Österreich empfohlenen Grenzwerte auf“ zitiert das Profil. So können Zellen derart beschädigt werden, daß auch Krebs entsteht, was natürlich für den Atomphysiker undenkbar ist, obwohl er weder medizinisch noch biologisch ausgebildet ist.

 

./ Von Prof. Dr. Adelkofer über Prof. Mosgöller, bis zum israelischen Forscher Dr. Friedmann uvam. leugnet kein seriöser Wissenschafter das Gesundheitsrisiko, das mit dieser so bequemen Technologie verbunden ist, die unheimlich viel Geld in die Kassen der Mobilfunkindustrie spült.

 

./ Die empfohlenen Grenzwerte in Österreich betragen bei UMTS-2000: 10.000.000 µW/m2, bei GSM-1800 : 9.000.000 µW/m2 und bei GSM-900: 4.500.000 µW/m2.

Übrigens: unter 0,001 µW/m2 !!!!!! ist die Optimale Funktion eines Handys (Mobiltelefons) gewährleistet!

 

Nur wo bleiben die weitsichtigen Staatsmänner anstatt der kurzsichtigen Politiker, denen wir dieses Desaster zu verdanken haben?