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03.07.09
Alter: 3 Jahre
In der Ganzen Woche 26/0 hat sich Doris Bures, derzeitige Infrastrukturministerin, geoutet.

 

Ist sie Freundin der mobilfunkverstrahlenden Lobby geworden?

1) Sie meint, es gibt strenge und genau geprüfte Grenzwerte für den Mobilfunk.

Da hat sie aber viel verschlafen, oder ist sie nur Ihren Beratern und Informanten im eigenen Ministerium auf den Leim gegangen?

a) Bekanntlich gibt es in Österreich keine strengen, genau geprüften Grenzwerte.

Es gibt diesbezüglich lediglich eine unverbindliche ÖVE/ÖNORM E 8850 gegen die die Österr. Ärztekammer leider vergeblich Einspruch erhoben hat, weil die Referenzwerte des Dokumentes in keiner Weise geeignet sind, den erforderlichen Schutz der individuellen und öffentlichen Gesundheit zu garantieren. Vielmehr besteht Grund zur Annahme, dass Öffentlichkeit und Politik auf ein fachlich unzureichendes Dokument vertrauen und damit erforderliche Maßnahmen zur Expositionsvermeidung und Reduktion unterbleiben. 

Und genau in diese Falle scheint Doris Bures gelaufen zu sein.

2) Warum kennt sie nicht, neben vielen weltweit unabhängigen Studien die aktuelle Studie der AUVA, Report Nr. 47 zum Forschungsprojekt

"Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich") die sehr wohl ebenfalls ein diesbezügliches Gefährdungspotenzial aufzeigt? 

3) Sie meint, man müsse sich am Stand der Wissenschaft orientieren. Warum aber tut sie das nicht? Hindert sie vielleicht jemand daran, wissenschaftliche Studien zu lesen?

Wie sollte dies mit ihrer Ministerverantwortlichkeit vereinbar sein???

4) Hat sie ihre Zeit in der Opposition vergessen, wo die SPÖ noch gemeinsam mit den Grünen vollkommen gegenteilige und seriös kritische Positionen zum Thema Mobilfunk eingenommen hat?

5) Könnte die Teilnahme an der Regierungsmacht in gewisser Wiese korrumpieren ? (Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung!)