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06.04.10
Alter: 154 Tage
Bluetooth verursacht hohe Strahlung: Bundesweite Rückrufaktion

 

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) (in Deutschland) hat seine Untersuchungen am neuen Kurzstreckenfunkstandard Bluetooth 3.0 der Bluetooth SIG abgeschlossen. Das Ergebnis: Der neue Funkstandard kann unter Umständen gesundheitsschädlich sein.

Damit eine höhere Datenübertragungsrate (max. 24 MBit/s) erreicht werden kann, setzt Bluetooth 3.0 auf UWB (Ultrabreitband) als Übertragungsart und auf einen erhöhten Signalpegel. Letzteres geht einher mit einer stärkeren Energiedichte der Funkwellen pro Quadratmeter. Zudem werden für die Datenübertragung unter anderem Trägerfrequenzen verwendet, die sich negativ auf das Zellgewebe des menschlichen Körpers auswirken - vergleichbar der Frequenz der Mikrowellen im heimischen Mikrowellenherd.

Auf Grund der Ergebnisse hat das Bundesamt für Strahlenschutz auch die Bluetooth 2.0- und 2.1-Standards untersucht. Hier konnten sie mit den neuen Messmethoden ebenfalls die schädlichen Strahlungsanteile entdecken, wenn auch im geringeren Ausmaß wie im Bluetooth 3.0-Standard.

Das Bundesamt für Strahlenschutz stuft den neuen Bluetooth 3.0-Standard als stark gesundheitsschädlich, Bluetooth 2.0 und 2.1 als gesundheitsschädlich ein. Es wurden sofortige Maßnahmen ergriffen, eine bundesweite Rückrufaktion für alle Geräte mit Bluetooth-Funktionalität einzuleiten.

Besitzer von Bluetooth-Geräten, wie z.B. Handys, Freisprecheinrichtungen und Bluetooth-Kopfhörer sollten sich so bald wie möglich bei den Herstellern der Geräte bzw. den Mobilfunkanbietern melden. Diese wurden von der Bundesregierung dazu verpflichtet, die Geräte kostenlos gegen solche ohne Bluetooth zu tauschen bzw. den Bluetooth-Chip kostenlos zu deaktivieren.

Für Hersteller, die Bluetooth-Chips in ihren Geräten verbauen wird es wohl die größte Rückrufaktion in der Geschichte der Technik und mit Kosten in Milliardenhöhe einher gehen. Spätestens bis zum 1. April 2011 müssen alle Geräte getauscht bzw. von Bluetooth-Chips befreit sein. Nur so könne rechtzeitig und effektiv einer Gesundheitsschädigung entgegengewirkt werden. Quelle: www.smartphone-forum.eu/index.php