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03.06.10
Alter: 2 Jahre
Mobilfunk offenbar Mitschuld am Bienensterben

 

Die in den letzten Jahren stark gewachsene Verbreitung von Mobiltelefonen könnte die Ursache für einen starken Rückgang der Population von Honigbienen sein.

Entsprechende Hinweise wollen Forscher der Punjab University im indischen Chandigarh gefunden haben. Das bisher nicht erklärbare Phänomen wird in der Wissenschaft als Colony Collapse Disorder (Völkerkollaps) bezeichnet. Bisher war vor allem die USA betroffen.

Aber auch in andere Regionen greift das Problem über. So verlor beispielsweise Großbritannien in den letzten zwei Jahren 15 Prozent seiner Bienenvölker. Die Ursachenforschung beschäftigt sich unter anderem mit verschiedenen Pestiziden, der Suche nach neuen Krankheitserregern und anderen möglichen Faktoren.

Auch die elektromagnetische Strahlung des Mobilfunks wurde bereits in Betracht gezogen. Immerhin sterben die Bienen nicht in ihrem Stock. Statt dessen werden ganze Stöcke fast ohne erwachsene Bienen vorgefunden und auch in der näheren Umgebung treten keine erhöhten Ansammlungen toter Tiere auf.

Die Forscher der Punjab University führten nun Experimente durch, bei denen sie die Wirkung der Mobilfunkstrahlung auf das Flugverhalten der Bienen untersuchten. Ein Bienenstock wurde dabei mehrmals täglich mit zwei Handys bestrahlt. Nach drei Monaten verzeichneten die Forscher einen deutlichen Rückgang der Größe des Volkes und der Zahl von Eiern. Auch die Honig-Produktion kam zum erliegen.

Die Ursache liegt nach den Beobachtungen darin, dass deutlich weniger Arbeiterinnen von ihren Ausflügen wieder zurückkommen, als bei einem Vergleichsstamm, der keiner Strahlung ausgesetzt war. Die Forscher vermuten daher, dass die elektromagnetischen Wellen einen negativen Einfluss auf den Orientierungssinn der Bienen haben. Dies soll nun mit weitergehenden Untersuchungen belegt werden.

 

Quelle: http://winfuture.de/news,55791.html