18.06.10
Alter: 82 Tage
WHO-Studie neu analysiert: Handys doch gefährlich? 16.06.2010
Alter: 82 Tage
Erst vor einem Monat hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Interphone-Studie über ein mögliches höheres Gehirntumor-Risiko durch Mobiltelefonie publiziert. Darin zeigte sich generell kein Hinweis für eine erhöhte Gefährdung (siehe Infobox). Doch eine erneute Analyse und die Korrektur von Fehlerquellen bringt offenbar Hinweise auf ein um 25 Prozent höheres Risiko als in der Interphone-Studie angegeben.
Die neue Analyse (Re-Evaluation of the Interphone Study: Application of Correction Factor") wurde jetzt beim 32. Jahrestreffen der Gesellschaft für Bioelektromagnetik in Seoul in Südkorea präsentiert. Der Wiener Umwelthygieniker Michael Kundi, der an der Arbeit beteiligt war, meinte dazu: "Die Interphone-Studie zeigt einige Fehler. Sie hat im Grunde ergeben, dass mobiles Telefonieren sogar einen schützenden Effekt vor Gehirntumoren hätte." Dies - so der Experte - dürfte auf einem Auswahlfehler der Probanden beruhen. Zudem sei die Benutzung von Schnurlos-Telefonen ausgeklammert worden.
Quelle: www.krone.at/Digiworld/WHO-Studie_neu_analysiert_Handys_doch_gefaehrlich-Krebs-Risiko-Story-205305