24.07.10
Alter: 46 Tage
Mobilfunk: Zivil unschädlich – militärisch eine nicht-tödliche Waffe
Alter: 46 Tage
TETRA-Polizeifunk: Der Trower-Bericht 2001
Im September 2001 wurde der Wissenschaftler Barrie Trower vom britischen Polizistenverband beauftragt, einen Bericht über die gesundheitlichen Aspekte des für die Einführung geplanten TETRA-Funksystems zu schreiben. In diesem (jetzt auf deutsch vorliegenden) TETRA-Bericht stellt Trower am Schluss fest, „... dass es eine Menge Informationen gibt, die auf eine Schädlichkeit langdauernder niedrigintensiver Mikrowellenbestrahlung für die Gesundheit hinweisen.“ Trower gibt folgende Empfehlungen:
Bildung einer völlig unabhängigen Wissenschaftlergruppe als Vertretung der Polizei;
Durch die Versicherung gedeckter, voller Schadenersatz in Bezug auf jedes denkbare gesundheitliche Langfristrisiko für die Polizeibeamten infolge TETRA;
Volle Zugänglichkeit sämtlicher Dokumente über die Sicherheit von TETRA für die Polizei;
Einführungsstopp für TETRA, bis weitere Forschungen über die Unschädlichkeit durchgeführt worden sind; letztgültiger Entscheid durch die Polizei selber, ob sie TETRA will.
Trower arbeitete für die britische Regierung während 11 Jahren in der Befragung von Spionen, die mit Mikrowellen-Kriegführung zu tun hatten. Er ist nach eigener Aussage einer der Spezialisten, die am meisten wissen über die spezifischen psychischen und gesundheitlichen Auswirkungen bestimmter Arten von elektromagnetischer Strahlung, insbesondere der Aussendung von in bestimmter Weise gepulsten Mikrowellen.
Die heutige Mobilfunkstrahlung besteht ebenfalls aus gepulsten Mikrowellen. Die Pulsfrequenz zum Beispiel des TETRA-Mobilteils liegt bei 17,6 Hertz, also innerhalb desselben Frequenzbereiches wie bei den mit niedrigintensiver, langsam gepulster Strahlung arbeitenden Mikrowellenwaffen. Diese repräsentieren eine Kategorie der sogenannten „nicht-tödlichen Waffen“ (engl. non-lethal weapons)*. Auch die Strahlungsintensitäten dieser Waffen liegen etwa im selben Bereich wie beim Mobilfunk. Es handelt sich daher nicht um eine Waffenstrahlung mit thermischen Wirkungen im Körper (Erwärmung des Körpergewebes), sondern um biologische Wirkungen auf den Körper und seine Funktionen.
Unter dem Titel „Das absolute Paradoxon“ schreibt Trower in seinem Bericht: „Wie kann ein System mit gepulster Mikrowellenstrahlung eine Krankheit oder Tod bringende Waffe sein – und zugleich, unter Anwendung derselben Frequenzen sowie bei (außer im Nah-Einsatz) ähnlich niedriger Strahlungsintensität als ein unschädliches Kommunikationsmittel verwendet werden?“
Trower zitiert aus einem Dokument des öffentlichen britischen Fernsehsenders Channel 4 vom 05.02.01: „Die Regierung wurde im letzten Jahr [bezüglich TETRA] gewarnt. Der zum Thema Mobilfunk herausgegebene Stewart Report empfahl Untersuchungen über gepulste Signale und schlug vor, diese Technologie zu vermeiden (…) Als Vorsichtsmaßnahme sollte eine Amplitudenmodulation (Pulsmodulation) im Bereich von 16 Hertz möglichst vermieden werden.“ Und weiter: „Was die Frequenz von 17,6 Hertz macht, ist nichts anderes als ein Duplikat der Mikrowellenwaffen, die man auf Waffenmessen kaufen kann. Wenn man also eines dieser Geräte benutzt, so setzt man jedes Mal eine kleine Mikrowellenwaffe an seinen Kopf.“ Das Dokument schließt: „Aber man weiß genug, um in berechtigter Weise zu fragen, warum dieses System eingeführt wird, bevor eine ordnungsgemäße Forschung durchgeführt wurde in Bezug auf einen Effekt, der nicht nur aus dem Rahmen aller bestehenden Vorschriften fällt, sondern den die Berater der Regierung in Sachen Mobilfunk derart wichtig finden, dass sie empfehlen, eine Technologie nicht anzuwenden, von der die Militärbehörden offensichtlich glauben, dass sie potent genug ist, um damit nicht-tödliche Waffen zur Zerstörung der Psyche der Zielobjekte bauen zu können.“
*Öffentlich erwähnt wird meist nur die andere Kategorie von leistungsstarken Mikrowellenwaffen, zu der z.B. die einen extremen Hitzeschmerz verursachende „ADS“-Waffe (Active Denial System) gehört, von der auch in der Tagespresse berichtet wurde. Mehr unter www.buergerwelle-schweiz.org/fileadmin/user_upload/buergerwelle-schweiz/Mobilfunk/MF_07.10_Trower_OpenLetter_deutsch.pdf Quelle: www.buergerwelle-schweiz.org/Wissenschaft.298.0.html