19.09.10
Alter: 2 Jahre
Im Kirchturm hat sich’s ausgefunkt
Alter: 2 Jahre
Kommentar vom Risiko Elektrosmog Kärnten:
Was alles außerhalb Kärntens mit seinem verantwortlichen(?) Umweltbischof und im übrigen Österreich unmöglich ist, lesen Sie hier:
Im Turm der katholischen Kirche Oberflockenbach ist ein Handymast der Deutschen Telekom untergebracht. Der Vertrag mit dem Unternehmen lief nun aus. Somit gibt es für D-1-Handys in Oberflockenbach auch kein Netz mehr.
"Der Vertrag mit der Telekom ist ausgelaufen. Wir haben ihn nicht verlängert", erklärt Sieglinde Lammer, Vorsitzende der katholischen Kirchengemeinde Oberflockenbach. Doch was hat die Kirchengemeinde mit einem Handynetz zu tun? Ganz einfach: Der Funkmast der Deutschen Telekom ist im Kirchturm untergebracht. "Es gab Proteste der Bürger, und viele Einwohner haben Briefe an unsere Kirchengemeinde geschrieben", erklärt Lammer. Daraufhin habe man dem Willen der Bürger nachgegeben und den Vertrag auslaufen lassen.
Ortschaftsräte lehnten ab
"Das war keine Überraschung. Wir wussten, dass das geschehen wird", erklärt der Pressesprecher der Stadt Weinheim, Roland Kern, auf Nachfrage. Die katholische Kirchengemeinde hatte die Verwaltung bereits vorab über den endenden Vertrag informiert, sagt Sieglinde Lammer.
395 Bürger sprachen sich in einer Unterschriftenaktion gegen diesen Standort aus, weil er zu dicht an der Wohnbebauung liege.
Dass man jetzt in Oberflockenbach auf seinem Handy mit D1-Netz nicht mehr erreichbar ist, trifft insbesondere die Geschäftsleute. "Das bedauern wir sehr. Wir haben damals einen Vorschlag für einen neuen Handymast geäußert, der voll und ganz den Richtlinien entsprochen hat", sagt Kern weiter.
Von Seiten der Stadt "würden wir es begrüßen, wenn diese Diskussion nun mit einer anderen Dringlichkeit gesehen und geführt wird", so Kern. Diese Möglichkeit besteht, da bereits in den ersten "funkfreien Tagen" mehrere Oberflockenbacher Bürger über die fehlende Handyverbindung klagten. Derzeit sucht die Deutsche Telekom nach einer alternativen Lösung. Nach Informationen des Weinheimer Pressesprechers könnte ein in Trösel stehender Mobilfunkmast möglicherweise für Oberflockenbach mitgenutzt werden.
Ob und wann diese Möglichkeit allerdings in Kraft treten kann, ist derzeit noch unklar. Vorerst müssen die Oberflockenbacher also schlicht und ergreifend auf ihr Festnetz-Telefon und den Satz: "Ich rufe später zurück. Komme gleich ins Funkloch" zurückgreifen. az
Artikel vom: 17.09.2010