01.08.11
Alter: 291 Tage
Industrienah, aber fern der Wahrheit: Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft
Alter: 291 Tage
Die Entwicklung, die der deutsche ‚Strahlenschutz’ genommen hat, ist für den Bürger und Steuerzahler nicht länger hinnehmbar. 2006 musste ein Gutachten des Wissenschaftsrates feststellen, dass in einer über 600-köpfigen Behörde zu wenig an Sachkompetenz verfügbar ist. Die hier angezeigte Schrift Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft dokumentiert, wie weit Leitungsfunktionen in die Hand von Wissenschaftlern übergegangen sind, denen auch die WHO besondere Industrienähe vorwirft.
Die Entwicklung, die der deutsche ‚Strahlenschutz’ genommen hat, ist für den Bürger und Steuerzahler nicht länger hinnehmbar. 2006 musste ein Gutachten des Wissenschaftsrates feststellen, dass in einer über 600-köpfigen Behörde zu wenig an Sachkompetenz verfügbar ist. Die hier angezeigte Schrift Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft dokumentiert, wie weit Leitungsfunktionen in die Hand von Wissenschaftlern übergegangen sind, denen auch die WHO besondere Industrienähe vorwirft.
Die von Prof. Dr. med. Franz Adlkofer und Prof. Dr. phil. Karl Richter verfasste Schrift ist als fünftes Heft der Reihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks im Juli 2011 erschienen. Sie dokumentiert Aktivitäten des Prof. Dr. rer. nat. Alexander Lerchl von der privaten Jacobs University Bremen. Als einer der Hauptbeteiligten am Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm, seit Anfang 2009 auch als Leiter des Ausschusses Nichtionisierende Strahlen in der Strahlenschutzkommission (SSK) des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), ist der Bremer Professor maßgeblich für die Gestaltung des Gesundheits- und Umweltschutzes im Bereich der Funk-Techniken verantwortlich. Doch die erkennbaren Ziele seiner Aktivitäten unterscheiden sich in nichts von denen industrieller Interessenvertetungen, mit denen er gut zusammenarbeitet.
Teil I der Dokumentation zeigt das an seinen jahrelangen, auch wissenschaftlich unübliche Mittel nicht scheuenden Versuchen, Erkenntnisse gentoxischer Wirkungen der Mobilfunkstrahlung samt ihren Urhebern aus dem Weg zu räumen. Zurückweisungen seiner Fälschungsbehauptungen durch mehrere Ethikkommissionen und zahlreiche Gutachten interessieren ihn dabei so wenig wie die vielfältigen Bestätigungen der angefochtenen Ergebnisse im Fortgang der Forschung. Teil II belegt an seinen Beiträgen zum Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF), wie er in eigenen Forschungen manipuliert, um Entwarnungen und Grenzwertbestätigungen möglich zu machen. Teil III bietet Beispiele, wie zielbewusst er den zweckdienlich beschnittenen Stand des Wissens zum Standard politischer Beratung und gesellschaftlicher Aufklärung macht. Teil IV zeigt aber auch, wie sich die Entstellungen der Wahrheit in Deformationen unseres Gemeinwesens hinein fortsetzen, die immer mehr Menschen faktisch rechtlos und schutzlos machen.
Im Frühjahr dieses Jahres haben drei Resolutionen eindringlich vor den Folgen der Überfrachtung unserer Le-benswelt durch elektromagnetische Felder gewarnt. Die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO (IARC) hat Hochfrequenzstrahlung als mögliches Risiko für Hirntumoren eingestuft. Der Europarat fordert mit Blick auf Gesundheit wie Umwelt eine generelle Wende in der Mobilfunkpolitik. Das Russische Nationale Komi-tee zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (RNCNIRP) postuliert überfällige Maßnahmen zum Schutz der Kinder. In Deutschland aber überbietet sich der Strahlenschutz Lerchl’scher Prägung in immer neuen Versiche-rungen der Unbedenklichkeit. Dabei verwechselt Professor Lerchl fortlaufend - und bis in jüngste Beispiele hin-ein - nicht nur den gewichtigen Unterschied zwischen behaupteten und bewiesenen Fälschungen. Er verwech-selt vor allem auch den ihm aufgetragenen Schutz der Bevölkerung mit dem Schutz kommerzieller Interessen – was ihm kürzlich auch von der WHO bescheinigt wurde.
KOMPETENZINITIATIVE ZUM SCHUTZ VON UMWELT, MENSCH UND DEMOKRATIE E.
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