23.09.11
Alter: 238 Tage
WHO bestätigt: Krebs durch Handys
Alter: 238 Tage
Die Nutzung von Handys stellt ein erhöhtes Krebsrisiko dar. Vor allem Hirntumore können begünstigt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Internationale Agentur für Krebsforschung, IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO. Wie erst jetzt bekannt wurde, stuft die Studie Handy-Mikrowellen in die gleiche Gefahrenklasse ein wie zahlreiche krebserregende Chemikalien, etwa DDT oder Pestizide, oder auch Viren und Autoabgase.
Neben der Gefahr von Krebs und Hirntumoren werden weitere Problembereiche angesprochen, die die 31 Experten aus 14 Ländern auswerteten. Dies sind etwa Veränderungen der Hirnströme, eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, DNA-Brüche und Genschäden. Bei der Abstimmung über den Bericht gab es nur eine Gegenstimme von der Strahlenschutzkommission SSK aus Deutschland.
Die WHO mahnt nun zur Vorsicht und rät zur »persönlichen Strahlenreduzierung«, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Auch der Europa-Rat forderte bereits im Mai einen Kurswechsel beim Handyfunk. Unter anderem sollen der Handygebrauch an Schulen verboten und die Grenzwerte gesenkt werden. Die Regierungen wurden aufgefordert, alles Erdenkliche zu tun, um die Strahlenbelastung zu reduzieren.
Auch die oberste russische Strahlenschutzbehörde RNCNIRP hatte bereits Alarm geschlagen. Sie verwies auf die immense Zunahme von Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Handygebrauch, vor allem unter Kindern und Jugendlichen. So seien Störungen des Zentralnervensystems unter 15- bis 17-Jährigen innerhalb der letzten zehn Jahre um 85 Prozent gestiegen, Probleme des Immunsystems um 82 Prozent. Bei Kindern unter 14 Jahren stiegen Blutkrankheiten um 64 Prozent an und neurologische Störungen um 58 Prozent.
Quellen: IBN; http://info.kopp-verlag.de/nachrichten/who-bestaetigt-krebs-durch-handys.html