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26.09.11
Alter: 235 Tage
Mobilfunk: Wie Regierungen und Mobilfunklobby zusammenarbeiten

 

Was bedeutet wissenschaftliches Arbeiten, wann sind Studien relevant für welche Entscheidung? Worauf stützen sich die in der Politik Verantwortlichen, die wirklich keine Fachwissenschaftler sind, die aber Entscheidungen treffen müssen (Grenzwerte, VOs,…) zum Wohle der Allgemeinheit?

Am Beispiel des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms lässt sich dies verfolgen (2008, Ergebnisse vorgelegt): Zur Durchführung des 17 Millionen teuren Forschungsprogrammes mussten die Projektkosten geteilt werden. Staat und Mobilfunkindustrie beteiligten sich gleichermaßen, was nicht nur eine Beteiligung an den Finanzmitteln, sondern auch an der Auswahl der Fragestellungen und vor allem auch der Forscher mit sich brachte. Als wesentliches Ergebnisse resultierte daraus: Die Frage eines besonderen Risikos für Kinder sowie die Frage nach der Langzeitwirkung wurden gar nicht erforscht. In der Öffentlichkeit aber wurde als Ergebnis des DMF entsprechend verkündet: Insgesamt könne man die Öffentlichkeit bezüglich behaupteter Risiken des Mobilfunkes beruhigen und versichern, dass kein Anlass bestehe, an der Schutzwirkung geltender Grenzwerte zu zweifeln.

Während zeitnah 3 nichtstaatliche Forschungsprogramme andere Ergebnisse präsentierten,( u. a. entstand daraus das BUND –Papier „Für zukunftsfähige Funktechnologien“ (2008), wurde die Lücke in der Frage der Langzeitwirkungen aber jetzt geschlossen mit der brasilianischen Studie von Frau Prof. A. Dode u.a. UMFG, Belo Horizonte, Minas Gerais, vom Juli diesen Jahres. An ihrer Wissenschaftlichkeit ist kaum zu zweifeln, sie liefert den wissenschaftlichen Nachweis für die Naila-Studie. Alle Unbedenklichkeitsaussagen bei Einführung neuer Sender und Technologien –TETRA ebenso wie LTE - müssen daraufhin überprüft werden, ob sie die Frage nach den Langzeitauswirkungen bereits beinhalten. Denn sonst schützen Grenzwerte nur die Mobilfunkindustrie (vor Regressforderungen) nicht aber die Gesundheit der Bevölkerung. -

Quelle: www.fuldainfo.de/index.php