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25.11.11
Alter: 175 Tage
ElektrosmogReport Nr.11

 

ElektrosmogReport Nr.11

November 2011

Quelle: http://www.elektrosmogreport.de/aktuell.htm

 

Inhaltsübersicht:

Epidemiologie:

Hirntumore durch elektromagnetische Felder in Frankreich

Eine epidemiologische Untersuchung im Südwesten von Frankreich ermittelte die Risikofaktoren für Hirntumore durch elektromagnetische Felder bei Erwachsenen im häuslichen und beruflichen Bereich. Nieder- und hochfrequente Felder sowie die Tumorarten wurden getrennt betrachtet. Die Fall-Kontroll-Studie ergab für bestimmte Tumorarten nicht-signifikant und für Meningeome signifikant erhöhte Risiken. (I. Baldi et al. 2011)

 

Wirkung niederfrequenter Magnetfelder:

50-Hz-Felder beeinflussen die Chromatin-Konformation

In menschlichen Lymphozyten wird das Chromatin durch 50-Hz-Magnetfelder in seiner Konformation verändert. Die Veränderungen traten bei 5–20 µT auf, abhängig vom momentanen Konformationszustand des Chromatins, der magnetischen Flussdichte und der Temperatur während der Feldeinwirkung. (R. Sarimov et al. 2011)

 

Mobilfunkindustrie und Gesundheit:

Warnungen und Entwarnungen

Einige Medien geben Entwarnung bezüglich der Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkstrahlung, gleichzeitig werden unabhängige und wenige öffentliche Institutionen aktiv. Die einen warnen vor übermäßigem Gebrauch des Mobiltelefons, andere geben Empfehlungen zum Umgang mit niederfrequenten Feldern.

Wenn die ersten Weihnachtssüßigkeiten in den Supermärkten auftauchen, starten auch die Kampagnen der Mobilfunkindustrie, die das Handy für Kinder auf den Gabentisch befördern wollen. Die Bundesregierung treibt über die Bundesnetzagentur zusammen mit den Lizenznehmern den Ausbau der 4. Generation der Telekommunikation (LTE) voran und das Weihnachtsgeschäft beginnt. Da passt es nicht ins Konzept, wenn unabhängige Forschung elektromagnetischen Feldern von Mobilfunk und anderen Hochfrequenzquellen biologische Wirkungen zuschreiben. So kommt es, dass die verschiedenen Standpunkte wieder aufeinanderprallen.

 (Auszüge:)

*Sicherheitshinweise in Kanada

Das kanadische Bundesamt für Gesundheit , Health Canada, hat am 04.10.2011 eine Pressemitteilung herausgebracht(…) in der bekannt gemacht wird…dass für die Langzeitnutzer ein erhöhtes Krebsrisiko herausgefunden wurde…deshalb wird empfohlen,

die Mobilfunknutzung einzuschränken, SMS zu schreiben statt zu telefonieren, eine Freisprecheinrichtung zu benutzen und Kinder unter 18Jjahren aufzufordern, ihre Handy-

nutzung einzuschränken.

 

*Environmental Health Trust

Die unabhängige amerikanische Institution Environmental Health Trust hat in Zusammen-

arbeit nit der kalifornischen Hirntumorvereinigung (California Brain Tumor Association)

und den Verbrauchern für sicherere Mobilfunktelefone (Consumers for Safe Cell Phones)

im september eine Liste im Internet veröffentlicht, die Maßnahmen und Empfehlungen

verschiedener Behörden in vielen Staaten der Welt zum Schutz vor elektromagnetischen

Feldern enthalten (Worlwide Cell Phone Safety Recommendations)(…)

*Europäische Umweltagentur

Die Europäische Umweltagentur (EUA) nimmt am 12.10.2011 Stellung.(…) Sie empfiehlt,

in der Politik nach dem Vorsorgeprinzip zu handeln und Vorsorgeaktivitäten zu ergreifen,

da die IARC die Mobilfunkstrahlung als mögliches Risiko für Hirntumore eingestuft hat.

Dass die Wissenschaft weltweit unterschiedlicher Meinung dazu ist, erklärt man bei der EAU

mit dem Fehlen von Wirkungsmechanismen, und man zieht den Vergleich zum Tabakrauchen, wo bis heute nach 60 Jahren Forschung nicht ganz geklärt ist, wie  Lungenkrebs und

Rauchen zusammenhängen.(…)

Da es Forschungsergebnisse gibt, die ein Risiko durch Mobilfunk gezeigt haben, sollte diese

Warnungen nicht ignoriert werden, denn der Hirntumor ist eine schwere irreversible Erkrankung.(…)

*Das SAGE-Gutachten in Großbritannien

SAGE ist ein 48-köpfiges Gremium in Großbritannien, in dem Teilnehmer der Gesundheitsbehörde, der Elektro-Industrie und von unabhängigen Institutionen

(= Stakeholder Advisory group on extremely low frequency electric magnetic fields,

ELF EMFs) seit 2004 Empfehlungen erarbeiten. Das 79-seitige Gutachten zu niederfrequenten Feldern enthält eine Liste von Empfehlungen, die besonders auch Kinder schützen sollen. Die Netzbetreiber sollen zum Beispiel die Phasenbelegung optimieren.(…)

*Diagnose Funk

Am 24.10. schreibt Diagnose Funk Deutschland in einer Pressemitteilung

(www.diagnose-funk.org/wissenschaft/schwierige-forschung/alle-jahre-wieder-

entwarnungsmeldungen.php):

 

“Krebsgefahr durch Handys .Alle Jahre wieder: Die Presse läßt sich im Vorweihnachtsge-

schäft für Entwarnungsmeldungen instrumentalisieren“.[…]

„Als Reaktion auf die WHO-Eingruppierung von Handystrahlung als „möglicherweise krebserregend“ wurde nun rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft weine Studie veröffentlicht,

die angeblich das Gegenteil belegen soll. Diese Studie ist unseriös und bei näherer Betrachtung kein Beleg für die These ‚Handys erzeugen keinen Krebs‘. Mit dieser

Gefälligkeitsstudie hat die Mobilfunkindustrie offenbar eine weltweite Entwarnungskampagne

zum Weihnachtsgeschäft gestartet.“ Die einzelnen Punkte dieser „unseriösen Neuauflage“ werden aufgezählt. […]

 

*Die Entwarnungen

Was die Print-und Online-Medien betrifft , so habe die „Zeit-ONLINE“ am 21.10.2011 zwar die Mängel der dänischen Studie erwähnt, aber die Überschrift des ZEIT-ONLINE-Artikels

lautet:“Kein erhöhte Krebsrisiko durch Handystrahlung nachweisbar“. Diagnose-funk schreibt dazu: Die Studie so zu interpretieren, kann nur als Kniefall vor den Anzeigenkunden

gewertet werden“.[…]