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25.11.11
Alter: 175 Tage
Feige Mobilfunkanbieter

 

Mobilfunkanbieter predigen stets, wie unschädlich Handystrahlung sei. Doch sie setzen auf Verjährung, falls dem doch nicht so sein sollte.

 

Feige Mobilfunkanbieter

Mobilfunkanbieter predigen stets, wie unschädlich Handystrahlung sei. Doch sie setzen auf Verjährung, falls dem doch nicht so sein sollte.

Dominique Strebel

24/11/2011

Swisscom, Sunrise und Orange können in 30 Jahren sagen: «Pech gehabt, lieber Handybenutzer. Zwar wurde Ihr Hirntumor durch Handystrahlen verursacht, aber leider sind Ihre Schadenersatzansprüche verjährt.»

 

Das ist das Resultat einer Umfrage der Haftpflichtanwälte Martin Hablützel und David Husmann. Im Auftrag des Beobachters forderten sie die Netzbetreiber sowie Handyhersteller wie Motorola, Apple oder Samsung per Brief auf, einen Verjährungsverzicht abzugeben – also darauf zu verzichten, sich bei allfälligen Schadenersatzklagen wegen Handystrahlen später einmal hinter der Verjährung zu verstecken.

 

Kein einziger Hersteller hat geantwortet. Und die Netzbetreiber Swisscom, Sunrise und Orange wollen keinen Verjährungsverzicht abgeben – obwohl sie stets betonen, Handystrahlen seien unbedenklich. Sie hielten ja gesetzliche Bestimmungen und Grenzwerte ein, begründen die Unternehmen unisono ihre Weigerung.

 

Für Nutzer gäbe es also auch dann keinen Schadenersatz, wenn in 20 oder 30 Jahren unbestritten wäre, dass Handystrahlen bei intensivem Telefongebrauch schädlich sind. «Offenbar sind sich die Mobilfunkanbieter doch nicht so sicher, wie unschädlich mobiles Telefonieren ist», kommentiert Rechtsanwalt Hablützel die Antworten.

 

http://www.beobachter.ch/konsum/dienstleistungen/artikel/18847/