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09.02.12
Alter: 99 Tage
Ärztekammer: Neue Stromzähler führen zu mehr Elektrosmog

 

Utl.: Gesundheitliche Folgen möglich - Kritik an vorauseilendem Gehorsam

Wien (OTS) - Die geplante flächendeckende Einführung von

"intelligenten Stromzählern", so genannten SmartMetern, kann nach

Ansicht des Referates für Umweltmedizin der Österreichischen

Ärztekammer (ÖÄK) zu gesundheitlichen Folgen führen. Die Übertragung

der Daten führe zu einer signifikant steigenden Belastung mit

Elektrosmog, heißt es in einer Aussendung am Samstag.Die ÖÄK

appelliert nun an das zuständige Wirtschaftsministerium, die

Gesundheitsrelevanz der neuen Technik im vorliegenden Gesetzesentwurf

zu berücksichtigen, anstatt in "vorauseilendem Gehorsam" eine an sich

unverbindliche EU-Verordnung umzusetzen.

Auf Wunsch von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sollen bis

2018 mindestens 95 Prozent aller österreichischen Haushalte mit den

neuen Stromzählern ausgestattet sein, die ersten SmartMeter sollen

bis Ende 2014 installiert werden. Der Minister verspricht sich davon

eine Reduktion des Stromverbrauchs.

Die Krux: Die zur Verfügung stehenden Übertragungsmöglichkeiten wie

Funk oder die Übertragung über das Stromnetz selbst (Powerline

Communication, kurz PLC) führen zu gesundheitsschädlichem

Elektrosmog. Bei Powerline Communication kommt dazu, dass die

vorhandenen elektrischen Leitungen und die daran angeschlossenen

Geräte nun vermehrt Elektrosmog (elektrische Felder im

Kilohertzbereich) abgeben.

"Die WHO hat 2001 niederfrequente Magnetfelder sowie 2011 auch

hochfrequente elektromagnetische Felder als möglicherweise

krebserregend für den Menschen eingestuft", erklärt

ÖÄK-Umweltreferent Gerd Oberfeld. Für Zwischenfrequenzen im

Kilohertzbereich, wie sie bei der in Österreich favorisierten

PLC-Anbindung vom Trafo zum Smart Meter auftreten, liegen Daten aus

den USA vor, die ebenfalls ein erhöhtes Krebsrisiko zeigen. Auch ein

vermehrtes Auftreten so genannter Multisystemerkrankungen - dabei

sind mehrere Organe bzw. funktionelle Systeme gleichzeitig betroffen

- ist denkbar. Die Folgen: Erschöpfungszustände, Lernprobleme,

Depressionen usw..

In mehreren Bezirken Kaliforniens wurde die Installation der

SmartMeter mittlerweile vorerst auf Eis gelegt, da die zuständigen

Gesundheitsbehörden entsprechende Bedenken geäußert haben. Auch in

weiteren US-Bundesstaaten sowie in Teilen Kanadas und Frankreich

wachsen die Vorbehalte gegen SmartMeter. Das Wirtschaftsministerium

sei daher aufgefordert, die zu erwartenden gesundheitlichen Folgen zu

berücksichtigen, so der ÖÄK-Umweltreferent abschließend. (sl)

Rückfragehinweis:

Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer

Mag. Martin Stickler

Tel.: 0664/522 68 25

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Quelle: www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120204_OTS0002/aerztekammer-neue-stromzaehler-fuehren-zu-mehr-elektrosmog