| Zahlreiche Anrainer von
Mobilfunkmasten meldeten dem Umweltmediziner der Ärztekammer
gesundheitliche Störungen. Genaue Auskünfte
bei Kleine-Telefonstunde.
Der Bauer kann nicht mehr schlafen, die Bäuerin
leidet unter Kopfschmerzen, das Radio ist gestört
und das Vieh unfruchtbar. Und das alles, seit ein
Mobilfunkmast in der Nähe des Hofes aufgestellt
wurde.
Der Anrufer, der dem Umweltmediziner der Kärntner
Ärztekammer, Dieter Schmidt, diesen Bericht übermittelte,
ist ein Bauer aus dem Mölltal. Nur einer von
vielen, die sich nach dem Kleine-Artikel "Strahlende
Gefahr" mit einer Aufzählung von Beschwerden
bei Schmidt gemeldet haben. [Omega siehe unter: http://omega.twoday.net/stories/1751333/
] "Schlafstörungen ziehen sich überall
durch", hat Schmidt festgestellt. Dazu kommen
Infektanfälligkeit und Müdigkeit wie bei
einem Studenten aus Lölling. Wenn er wieder nach
Graz fährt, verschwinden seine Beschwerden. Der
Zustand des Vater verbesserte sich, als er ins Untergeschoss
zog, wo die Strahlung in geringerer Menge auftrifft.
Tinnitus. Aus Ferlach wurden Tinnitus-Fälle
gemeldet, aus St. Veit Migräne, im Lavanttal
trat Brustkrebs auf, für Experten auch ein Hinweis
auf hochfrequente elektromagnetische Strahlung. "Die
Betroffenen haben versichert, dass die Beschwerden
erst nach dem Aufstellen der Sendeanlagen aufgetreten
sind", erläutert Schmidt, der jeder Meldung
nachgehen wird, um sie wissenschaftlich zu beweisen.
"Die Häufung der Symptome zeigt, dass es
sich bei den Anrufern nicht um Hypochonder handelt".
Deshalb wurde auch die Sanitätsdirektion des
Landes Abteilung Umweltmedizin eingeschaltet.
Wiew Presslufthammer. "Die Politik ist am Zug.
Sie muss endlich Grenzwerte festlegen", fordert
Schmidt. Die Grundlagenforschung habe bewiesen, dass
elektromagnetische Strahlung genauso gefährlich
sei wie Röntgenstrahlen. Besonders schädlich
sei das "gepulste System", erklärt
der deutsche Umweltanalytiker und Strahlungsexperte
Dietrich Moldan. Dadurch werden hochfrequente Wellen
als Datenpaket versendet und wirken mit 1733 Impulsen
pro Sekunde wie ein Presslufthammer. Betroffene Menschen
können sich durch baubiologische Maßnahmen
schützen. "Es gibt inzwischen Abschirm-Materialien,
die Strahlung reduzieren können".
Spezielle Anstriche, aluminiumbedampfte Ziegel, Schutzplatten
oder Gitter können helfen. Details über
Beschwerden und Schutzmaßnahmen bei der Kleine-Telefonstunde
am Mittwoch, 29. März, um 14 Uhr.
Quelle: ELKE FERTSCHEY; http://www.kleine.at/nachrichten/chronik/70229/index.do
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