Die Bestrahlung durch
Mobilfunk und Wireless LAN (WLAN)
nimmt immer mehr zu. In den
meisten Bereichen wird dabei
der Gesichtspunkt der Gesundheitsvorsorge
sträflich vernachlässigt
und wissenschaftliche Erkenntnisse,
die auf die Gefährlichkeit
der Mobilfunktechnik hinweisen,
mit erstaunlicher Ignoranz unter
den Teppich gekehrt. Die Leidtragenden
sind wir alle.
1) Ein Leidtragender
berichtet:
Ich selbst durfte am eigenen
Leib die Segnungen dieser neuen
Technik erfahren und diente
während meines Studiums
an der TU sozusagen als lebendes
Objekt in einem der größten
Freilandversuche in der Geschichte
der Menschheit. Als ich im letzten
Sommersemester verzweifelt mein
Studium an der TU abbrach, fühlte
ich mich noch allein und mit
meinen Problemen hilflos der
Willkür und den Machenschaften
der Mobilfunklobby ausgesetzt.
Das hat sich inzwischen geändert.
Immer mehr Berichte von Leuten
in jungen Jahren kommen mir
zu Ohren. Ich bin nicht mehr
allein und so fasse ich Mut
über meine Erfahrungen
zu berichten:
Ich begann im Wintersemester
2003/04 mit dem Studium Lehramt
Physik/Mathematik an der TU
München. Die Vorlesungen
fanden alle in den Hörsälen
in Garching statt. Meine ersten
Probleme traten nach drei Wochen
auf. Es ging los mit Schlafstörungen.
Ich musste jeden Tag in der
Früh um 5 Uhr aufstehen,
um rechtzeitig die Vorlesungen
zu erreichen. Obwohl ich am
Abend müde war, konnte
ich erst lange nach Mitternacht
einschlafen. Später kamen
Konzentrationsstörungen
hinzu (circa 5 Wochen nach Studienbeginn).
Mir fiel es wahnsinnig schwer,
das Gelesene und in der Vorlesung
Gehörte zu verstehen und
es mir zu merken. Diese Symptome
steigerten sich sukzessiv. Ich
konnte beim Lesen eines Satzes
selbst beim 10. Mal nicht verstehen
was drin stand.
Hinzu kamen Probleme mit den
Augen. Ich konnte sie nicht
mehr vernünftig fokussieren.
Beispiel: In der Vorlesung dauerte
es zwei Sekunden bis sich meine
Augen von der Entfernung zur
Tafel auf meine Unterlagen umstellten
und umgekehrt, wodurch ich ziemlich
in zeitlichen Verzug kam und
kaum der Vorlesung folgen konnte.
Bei der dort üblichen Vorlesungsgeschwindigkeit
kann man sich solche Handicaps
nicht leisten. ine weitere Folge
von Mikrowellenstrahlung ist
bei mir starkes Herzrasen, das
unvermittelt auftritt und keinerlei
körperliche oder geistige
Anstrengung voraussetzt. Ich
bekomme es beim Lesen, Fernsehen,
Relaxen und oft abends im Bett
(was zu massiven Einschlafstörungen
führt). Folgen davon sind
Nervosität und Angst.
Aus den Erfahrungen, die ich
am Gymnasium gemacht hatte,
wusste ich, dass ich auf Elektrosmog
sensibel reagiere. Ich bekam
Kopfschmerzen, sobald Handys
in meiner Nähe betrieben
wurden. Oft sah ich die Handys
nicht, an den Kopfschmerzen
wusste ich aber schon, was geboten
war. Ich habe dabei viele Diskussionen
mit völlig verständnislosen
Schulkameraden geführt.
Insgesamt hat die Elektrosensibiliät
aber durch mein Studium an der
TU massiv zugenommen. Ich habe
jetzt über ein Jahr gebraucht,
bis die chronisch anhaltenden
Kopfschmerzen und das nervöse
Augenblinzeln zurückging.
Eine schwerwiegende Reizung
der Bronchien ist aber geblieben.
Ich möchte darauf hinweisen,
dass ich ein extrem sportlicher
Mensch bin. Meine Hobbys sind
Klettern und Mountainbiken.
Ich klettere bis zum 10. Schwierigkeitsgrad.
In der Schule hatte ich im Sport
immer Einsen. Erst vor kurzem
bestätigte sich meine Leistungsfähigkeit
in einem Ausdauertest. Von der
Konstitution bin ich zum Leistungssport
geeignet. Man kann bei mir also
nicht sagen, es läge an
schlechter körperlicher
Veranlagung oder Ähnlichem.
Auch waren meine Leistungen
in den meisten schulischen Fächern
immer überdurchschnittlich.
Der Leistungsabfall, man kann
durchaus von Verblödung
sprechen, traf mich wie ein
Schock. Von einigen Mitmenschen
wurde ich verständnislos
angestarrt, wenn ich manchmal
sinnlos stammelnd da stand und
um die einfachsten Wörter
kämpfte.
Übrigens bin ich einmal
mit einem Messgerät, das
vom Baubiologischen Institut
in Rosenheim empfohlen wird,
durch die Hörsäle
gegangen. Die Werte lagen bei
bis zu 1300 nW/cm². Dies
stellt gemäß den
Erkenntnissen der Baubiologie
eine hohe bis extreme Belastung
dar, weit über der Grenze
dessen, was gemäß
deren Erfahrungen der menschliche
Körper verkraftet. Ich
hatte dadurch die objektive
Bestätigung für meine
körperlichen Reaktionen.
In den meisten Hörsälen
stehen Wireless-LAN-Router,
um jederzeit schnurlos auf das
Netzwerk Zugriff zu haben. Einmal
merkte ich nicht, dass ein Router
zwei Meter neben meinem Kopf
versteckt stand. Da gings ab
… Ich habe mich echt gefragt:
»Was ist jetzt los?«
Kopfschmerzen extremster Art,
benebelt wie im Vollrausch,
ich konnte überhaupt nicht
mehr scharf sehen!
Nach einem Wechsel an die LMU
traten erneut die gleichen Probleme
innerhalb kürzester Zeit
auf. Seitdem ich mich entschlossen
habe, ein Fernstudium zu beginnen
konnte sich mein Körper
ausreichend erholen, so dass
eine medizinische Betreuung
bei mir augenblicklich nicht
notwendig ist. Ich lebe in einer
Wohnung weitab von Handymasten
und schnurlosen DECT-Telefonen.
Ich studiere jetzt Informatik
an einer Fernuni. Wer wie ich
Gesundheitsprobleme und ähnliche
Symptome wie die Beschriebenen
bekommen hat, soll sich bei
mir melden, am besten per E-Mail.
In der Praxis meines Umweltmediziners
bin ich einem jungen Burschen
(Paul Günther) begegnet,
der an der TU Informatik studieren
will, damit aber große
Probleme hat. Denn kurz nachdem
er nach München gezogen
war, bekam er dank Mobilfunk
neurologische Ausfallerscheinungen
und ist jetzt hochgradig elektrosensibel.
Er will im Wintersemester mit
Hilfe eines Schutzanzuges sein
Studium beginnen. Paul Günther
ist übrigens ein großer
Technik-Freak: Mit 16 Jahren
hatte er schon in seinem Heimatort
eine Computerfirma gegründet
und neben dem Gymnasium betrieben.
2) Paul, du bist wegen
Elektrosensibilität in
ärztlicher Behandlung.
Bitte schildere uns deinen Fall.
Ich bin im Oktober 2003 nach
München gezogen. Dort bezog
ich eine Wohnung in Fürstenried
mit Mobilfunkmasten direkt darüber.
Bereits nach drei Wochen bekam
ich starke Sehstörungen
und Konzentrationsprobleme,
meine Sinneswahrnehmung und
-verarbeitung war getrübt.
Ich nahm nur noch einen kleinen
Ausschnitt des Sehfeldes wahr,
alles andere blieb unregistriert
(Tunnelblick). Auch konnte ich
kaum noch vom Monitor meines
Computers ablesen.
An Autofahren war nicht mehr
zu denken. Ich hatte mich kurz
vorher noch für den ADAC-Nachwuchscup
qualifiziert. Eine Teilnahme
an diesem Wettbewerb war nun
nicht mehr möglich. Auch
an das Studium, das ich im Wintersemester
an der TU München beginnen
wollte, war mit meinen damaligen
Gesundheitsproblemen nicht mehr
zu denken.
Wann kamst Du dann auf die
Idee, dass deine gesundheitlichen
Probleme mit dem Mobilfunk im
Zusammenhang stehen könnten?
Das hat ziemlich lange gedauert.
Ich habe eine Odyssee von Ärzten
hinter mich gebracht. Niemand
konnte was finden. Erst ein
Osteopath hat den Verdacht geäußert,
dass meine Krankheitsprobleme
mit dem Mobilfunk zusammenhängen
könnten. Ich habe dann
im Internet zu dem Thema nachgeforscht.Die
Symptome, die dort als Folge
des Mobilfunks geschildert wurden,
deckten sich mit meinem Krankheitsbild.
Anfangs war ich sehr skeptisch,
ich konnte das Ganze nicht glauben.
Ich habe dann aber einen Umweltarzt
aufgesucht, bei dem ich seit
September 2004 in Behandlung
bin. Auf seine Empfehlung hin
habe ich das Schnurlostelefon
abgeschafft (welches neben dem
Bett stand) und meinen Schlafplatz
in den Keller verlegt. Nach
zwei Wochen waren die Symptome
deutlich besser. Dies war für
mich ein gravierender Beweis
für die Ursache meiner
Krankheit.
Wurden Messungen in
deiner Wohnung durchgeführt?
Es wurden Messungen durch das
Ingenieurbüro Kutt durchgeführt,
die Werte waren sehr hoch.
Im Haus gab es übrigens
viele Krebsfälle, aber
die meisten der Einwohner waren
zu alt beziehungsweise zu lethargisch
um sich zu wehren. Ich selbst
bin in eine Wohngemeinschaft
nach Obermenzing umgezogen.
Dort gibt es keine Schnurlostelefone,
auch nicht in der Nachbarschaft,
und keine Mobilfunkmasten in
der nächsten Umgebung.
Die Strahlungswerte dort sind
akzeptabel.
Was machst Du zur Zeit?
Zur Zeit arbeite ich bei einem
Softwarehersteller als Systemadministrator.
Die Leute dort haben Verständnis
für meine Probleme. Mein
Arbeitsplatz liegt im Keller.
Es gibt aus Sicherheitsgründen
ohnehin kein Wireless LAN. Wenn
ich dort arbeite, wird der Repeater
fürs Schnurlostelefon abgeschaltet.
Meine Kollegen nehmen Rücksicht
und schalten ihre Handys ebenfalls
ab. Ich bin froh, solch verständnisvolle
Kollegen gefunden zu haben,
andernfalls könnte ich
nicht arbeiten.
Wie sieht deine weitere
Zukunft aus?
Ich will, vermutlich zum Wintersemester
2005/06, unbedingt mit dem Studium
der Wirtschaftsinformatik an
der TU München beginnen.
Ich habe deswegen schon eine
umfangreiche Korrespondenz mit
der dortigen Gleichstellungsbeauftragten
begonnen. An der Uni als Ort
des Lernens sollte das Vorsorgeprinzip
gelten, außerdem macht
es im Unterrichtssaal wenig
Sinn, wenn die Studenten durch
Surfen im Internet von den Vorlesungen
abgelenkt werden.
Für mich ist der persönliche
Kontakt zu Mitstudenten wichtig,
deshalb kommt für mich
ein Fernstudium nicht in Frage.
Ich werde mir daher einen neuartigen
Schutzanzug anschaffen, mit
dem ich dann versuchen werde,
an der Uni zu studieren. Der
Schutzanzug schließt die
Strahlung ziemlich aus, außerdem
warnt ein Messgerät außen
am Körper vor zu hoher
Strahlung. Bis ich mit dem Studium
fertig bin, wird sich die Situation
sicherlich verbessern. BMW hat
bereits Grenzwerte für
Mobilfunk bei allen seinen Werken
weit unterhalb der gesetzlichen
Vorgaben. BMW ist die Gesundheit
seiner Mitarbeiter sehr wichtig,
daran sollte sich die TU ein
Beispiel nehmen.
Neben Paul und meiner Wenigkeit
ist mir noch ein dritter Fall
eines jungen Mädchens bekannt,
das dank Elektrosensibilität
das Abitur mit Ach und Krach
schaffte und jetzt ähnlich
wie Paul und ich aus gesundheitlichen
Gründen nicht studieren
kann. Leider war die junge Dame,
ihr Vorname lautet übrigens
Ellen, zu keinem Interview bereit.
Sie hat zu viel Angst als Spinnerin
angesehen zu werden. Grund genug
für mich, mit dem Umweltmediziner
Dr. Scheiner nachfolgendes Interview
zu führen:
Herr Dr. Scheiner, Sie sind
ja Umweltmediziner und Psychotherapeut.
Was sagen sie zu dem Phänomen
der Elektrosensibilät?
Haben wir es hier mit einer
eingebildeten Krankheit zu tun,
einer Angstneurose zum Beispiel,
oder liegen echte kausale Zusammenhänge
vor?
Es sind natürlich vielfältige
Kausalzusammenhänge. Sehr
interessante Forschungen hat
kürzlich Professor Ole
Johansson aus Schweden vom Karolinska-Institut
vorgestellt. Er und sein Team
haben histologische Schnitte
von Hautproben von Elektrosensiblen
untersucht und dabei die überraschende
Feststellung gemacht, dass in
einem Bruchteil von Millimetern,
also ganz dicht unterhalb der
Hautoberfläche, eine enorme,
ungewöhnliche Vermehrung
von Allergiezellen, den sogenannten
Mastzellen, stattfand, im Gegensatz
zu nicht elektrosensiblen Personen.
Und diese Mastzellen zeichnen
sich durch einen hohen Gehalt
an Entzündungsstoffen aus
wie Serotonin, Histamin, Trypsin
usw. Die Ausschüttung dieser
Entzündungsstoffe wird
durch Hochfrequenzen nachweisbar
ausgelöst und sorgt unter
anderem für Blutdruck-
und Stimmungsschwankungen.
Man hat heute alleine auf Grund
der Entdeckung dieser deutlich
vermehrten Allergiezellen einen
wissenschaftlichen Nachweis.
Dies ist sicherlich nicht der
einzige Mechanismus, aber es
ist ein Mechanismus, und das
hat dazu geführt dass Elektrosensibilität
heute in Schweden als Körperbehinderung
anerkannt wird.
Im letzten Jahr wurde ein Symposium
in München abgehalten mit
dem Thema: »Mobilfunk:
Fakten, Nutzen, Ängste«.
Veranstalter unter anderem die
TU München. Es referierte
auch ein Prof. Hagenauer. Er
meinte: »Die Angst vor
Basisstationen ist übertrieben.
Der Grenzwert für den Gefahrenbereich
von 6 W/m² werde bereits
im Abstand von 1,8 m erreicht.
Der Bund empfiehlt hier 22 W/m².«
Der gesetzliche Grenzwert wird
also von den Betreibern freiwillig
unterschritten. Außerdem
lägen keine wissenschaftlichen
Beweise über die Schädlichkeit
der Mobilfunktechnik vor.
Wenn heute ein Wissenschaftler
derartiges äußert,
macht er sich unglaubwürdig,
weil es hunderte von einschlägigen
wissenschaftlichen Arbeiten
gibt, die athermische Wirkungen
von Hochfrequenzen belegen (unter
anderem auch Radarwellen). Über
den Mobilfunkbereich speziell
gibt es etwa siebzig einschlägige
Arbeiten, die die Gefährlichkeit
und athermische Wirksamkeit
der Mobilfunkstrahlung eindeutig
beweisen. Wenn jemand, noch
dazu ein habilitierter Physiker
oder Arzt, derartiges äußert,
dann gibt er eigentlich nur
seine Leseschwäche kund.
Herr Prof. Silny erwähnte
auf dem selben Symposium eine
in Aachen geführte Datenbank
mit über 7000 Studien!
Sein Fazit: »Einzelfälle,
die eine Gefährdung durch
Mobilfunk nachweisen, lassen
sich wissenschaftlich gesichert
nicht wiederholen. Untersuchungen
die beispielsweise in puncto
Krebsgefahr, Blut-Hirnschranke
oder Schlafstörungen durchgeführt
wurden, hätten keine belastenden
Hinweise auf Gefährdungen
erbracht.« Ist diese Aussage
ihrer Meinung nach Korrekt?
Gibt es wirklich keine bewiesenen
Fälle von Blut-Hirnschranken-Aufbruch,
von Schlafstörungen und
erhöhter Krebsgefahr?
Es wäre schön, wenn
diese Kollegen recht hätten,
leider Gottes haben sie nicht
recht und man fragt sich, auf
welchem Planeten diese Leute
leben und wie sie wissenschaftliche
Studien verarbeiten.
Die EEG-Veränderungen
beispielsweise, die Herr Prof.
von Klitzing festgestellt hat,
wurden ja vielfältigst
vorher schon in Russland und
Amerika festgestellt und auch
an der Universität Zürich
durch die Professoren Huber,
Bobeley und Achermann reproduziert.
Man konnte durch radioaktiv
markierte Substanzen, die sogenannte
PET-Technik, nachweisen, dass
der Mobilfunk unter anderem
eine eindeutige Veränderung
in der Durchblutung des Gehirns
auslöst.
Durch Strahlentraumatisierung
kommt das Gehirn in einen azidotischen
Zustand, also eine Übersäuerung.
Diese Untersuchungen von Prof.
Klitzing wurden beispielsweise
auch von der Bundesanstalt für
Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
wiederholt und reproduziert.
Auch die Veränderungen
in der Blut-Hirnschranke wurden
von den schwedischen Professoren
Salford, Persson und Brun entdeckt
und bereits auch reproduziert.
Die Blut-Hirnschranke bricht
bereits im athermischen Bereich
durch normale Handybestrahlung.
Auch der Effekt der Melatoninverringerung
läßt sich regelmäßig
reproduzieren. Hier gibt es
Originalarbeiten von Professor
Burch, der feststellte, dass
Arbeiter einer Elektroindustrie,
die zusätzlich mit Handy
telefonierten, deutlich weniger
Melatonin in der Nacht sezernieren
und dadurch eine generelle Abwehrschwäche
haben.
Leider Gottes gibt es auch
diese eindeutigen Studien von
Prof. Santini, Frankreich und
Prof. Navarro, Spanien, uva.,
die Befindlichkeitsstörungen
im Umkreis von 300 bis 400 Metern
rund um Mobilfunkantennen, das
sogenannte Mikrowellensyndrom,
belegen. Dieses äußert
sich in Schlafstörungen,
Erschöpfung, Kopfschmerzen,
Konzentrationsmangel, Ohrengeräuschen,
Hitzegefühl an den Ohren
usw. Diese Dinge sind reproduziert,
leider auch die Krebsgefährdung.
Die neueste hochinteressante
Studie stammt aus Naila, von
Dr. Eger und Kollegen. Sie wiesen
nach, dass es nach fünfjähriger
Belastung der Anrainer eines
Mobilfunkmastens im Radius von
400 Metern zu einer Verdreichfachung
des Krebsaufkommens kam! Wie
das also ein Prof. Silny, oder
wie die Herren alle heißen
mögen, wegdiskutieren möchte,
ist mir schleierhaft!
Die Symtompalette bei Elektorsensiblen
ist ja sehr breit gefächert.
Daher kommt immer wieder das
Gegenargument: »Der Mobilfunk
sei neuerdings für sämtliche
Krankheiten der Menschheit verantwortlich.«
Ist es möglich, dass eine
so vielfältige Palette
von Symptomen auf eine einzige
Ursache zurückgeführt
werden kann? Ist das logisch
erklärbar?
Selbstvertändlich. Es
gibt ja viele Wirkungsmechanismen,
wenn man bedenkt, dass durch
Hochfrequenzen die freien Radikale,
also zum Beispiel HO, H2O2NO,
O3 entstehen, die im Körper
vagabundieren. Diese, wenn sie
im Überschuss vorhanden
sind, Eiweiß- und Erbgutmoleküle
angreifen, diese brechen und
neue freie Radikale erzeugen,
dann sorgt dies für eine
Demobilisierung des Stoffwechsels,
für vorzeitige Alterungsprozesse,
vermehrte Krebsgefährdung
usw.
Die freien Radikale sind ein
Wirkungsmechanismus, ein weiterer
ist die Reduktion des Melatonins.
Es ist nachweisbar, dass zum
Beispiel Anrainer von Mobilfunkantennen
nach Installation und Einschaltung
dieser Antennen deutlich weniger
Melatonin produzieren. Und wenn
man weiß, dass das Melatonin
nicht nur das Schlafhormon,
sondern das zentrale Abwehrhormon
ist, wundert man sich natürlich
über gar nichts mehr. Melatonin
erniedrigt den Blutdruck, senkt
den Cholesterinspiegel, es ist
für die Produktion von
Stresshormonen, für die
Ausreifung der weißen
Blutkörperchen, der Lymphozyten,
zuständig, die unsere Abwehr
tragen. Es gibt also eine Vielzahl
von krank machenden Mechanismen,
die diese Fülle von Erkrankungen
erklären.
Interessant ist auch die Verklumpung
des Blutes, das sogenannte »Geldrollenphänomen«,
welches der Düsseldorfer
Umweltarzt Dr. Petersen als
erster beschrieben hat. Ein
kurzes Handytelefonat reicht
aus, um die roten Blutkörperchen
zum Zusammenkleben zu bewegen.
Sie verlieren ihre negative
Oberflächenaufladung, ziehen
sich dadurch mehr an und bilden
Geldrollenformationen, die als
solche nicht mehr kapillargängig
sind, oder in nur sehr reduziertem
Maß. Das Ergebnis ist
eine verminderte Durchblutungsfähigkeit.
Prof. Kundy vom Umwelthygienischen
Institut der Uni Wien hat nachgewiesen,
dass in der Umgebung von Mobilfunkanlagen
vermehrt Kreislauferkrankungen,
also Bluthochdruck, Herzinfarkt
und Schlaganfall, auftreten.
Wenn wir dann noch die Bluthirnschranke,
die verminderten kognitiven
Fähigkeiten und vor allem
auch die Genbelastung, die sogenannte
Gentoxizität, bedenken,
die jetzt die Reflexstudie von
Prof. Adlkofer eindeutig unter
Beweis gestellt hat, dann wird
man sich nicht wundern, dass
tatsächlich der Mobilfunk
an der ganz drastisch gestiegenen
allgemeinen Erkrankungsrate
schuld ist!
Ihre Aussagen sind erschreckend.
Wenn so viele wissenschaftliche
Studien vorliegen, die die Gefährlichkeit
des Mobilfunkes belegen, wieso
hat dann der Gesetzgeber noch
nicht gehandelt und diese Technologie
verboten bzw. wenigstens massiv
eingeschränkt? Und wieso
nehmen Wissenschaftler diese
Studien nicht wahr, sind die
alle von den Großkonzernen
ferngesteuert?
Das ist mit Sicherheit der
größte Umweltskandal
des ausgehenden zwanzigsten
und des angehenden einundzwanzigsten
Jahrhunderts, der alles bisherige
in Schatten stellen wird.
Erinnern wir uns an die vergangenen
Skandale wie Lindan, Dioxin,
PCP, Asbest usw.: Auch hier
hat es Jahrzehnte gedauert,
bis die schädliche Wirkung
dieser Substanzen schlussendlich
nicht mehr vom Staat geleugnet
werden konnte.
Wir müssen uns bemühen,
die Aufklärung soweit voranzubringen,
dass die Rate neurodegenerativer
Erkrankungen, gerade von heute
jungen Menschen, in irgendeiner
Weise noch begrenzt wird. Ansonsten
ist eine Fülle von jungen
Alzheimerpatienten, MS und Parkinsonkranken
und von frühzeitig debilen
Patienten zu erwarten.
Franz Fellner. Lars Trebing
(Impressum).
Quelle:
http://www.buergerwelle.de/body_haftungsausschluss.html
http://omega.twoday.net/stories/2183978/