Am 13. November 2006 fand in der
Visja sola/HBLAWB (Höhere
Bundeslehranstalt f. wirtschaftliche
Berufe) St. Peter, im Rosental
in Kärnten, eine Informationsveranstaltung
zu diesem bereits seit längerem
kontroversiell diskutierten Thema
statt, die von allen SchülerInnen
und Lehrern besucht wurde.
Der dortige Direktor, Prof. Mag.
Stefan Schellander, will nicht
bloß verordnen, sondern
über Gsundheitsgefahrenhinweise
informieren und danach den Schulgemeinschaftsausschuß
über den Handygebrauch in
der Schule entscheiden lassen.
Zu dieser Fachinformationsveranstaltung
eingeladen war die Expertin Frau
Dipl. Ing. Grubauer aus Graz.
Sie führte in ihrem auf die
neuesten medizinischen und technischen
Erkenntnisse gestützten Vortrag
zum Gefahrenpotential von Mobilfunk,
besonders die Gefahren für
die Jugend vor Augen und bot,
begleitet von eindrucksvollen
Bildern einer Videovorführung
auch Laien einen erhellenden Zugang
und klaren Überblick zu dieser
besonders unterschätzten
Problematik.
Ebenso eindrucksvoll hat sie
dieses brisante Thema auch aus
technischer Sicht erläutert.
Die Demonstrationen anhand einiger
technischer Versuchsreihen lösten
sowohl bei den Lehrkräften
als auch bei den SchülerInnen
so manche "Aha-Erlebnisse"
aus, da plötzlich wirklich
jedem nachvollziehbar war, welche
Strahlungsintensitäten
von Handy, Schnurlostelefon
& Co. in den unterschiedlichen
Betriebssituationen tatsächlich
ausgehen - aber vor allem auch
wie uninformiert in diesem Zusammenhang
die Konsumenten bisher gelassen
wurden. Die gezeigten Videos
verdeutlichten die Problematik
zusätzlich.
Dr. jur. E. Tripes (Obmann
d. Vereins Risiko Elektrosmog
Kärnten) erläuterte
die Ziele dieses Vereins und
aus juristischer Sicht, dass
im Verwaltungsverfahren - jeweils
länderverschieden - zur
Zeit nur geringe Chancen für
die Einflußnahme auf die
Errichtung von Mobilfunksendern
bestehen. Nach neuester Rechtsprechung
des OGH steigen nun jedoch die
Chancen zumindest aus nachbarrechtlicher
Sicht, derartige Immissionen
zu verhindern, sprunghaft an.
Die Vorträge fanden beim
Schüler- und Lehrerpublikum
äußerst interessierte
Aufnahme und dementsprechend
lebhaft geriet auch die nachfolgende
Fragestunde. Das Gehörte
ließ viele ZuhörerInnen,
auch die kath. Schwestern, die
den angeschlossenen Kindergarten
betreuen, nachdenklich werden,
was den Umgang mit dieser hochriskanten
Technologie angeht.
Schließlich wurde der
Obmann von Risiko Elektrosmog
Kärnten von ORF zu einem
Interview zu diesem brisanten
Thema gebeten.
Nach drei Wochen handylosem
„Probebetrieb“ in
der Schule wird evaluiert und
danach eine Entscheidung des
Schulgemeinschaftsausschusses
erfolgen.
Initiative
: Miha Zablatnik, Obmann des
Umweltausschusses der Gemeinde
Ludmannsdorf im Zusammenwirken
mit Dir. Mag. Schellander; Organisation:
Prof. Mag. H. Pogelschek mit
Risiko Elektrosmog Kärnten

Fr. DI .I.Grubauer
beim spannenden Vortrag .

v.R.n.l.:
Dir. Prof. Mag. S. Schellander,
Dipl. Ing. I. Grubauer, Prof.
Mag. E-M. Lorenz ,
Dr. jur. E.Tripes

Der Obmann
von Risiko Elektrosmog Kärnten
beim Interview;.
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