ZVR-Zahl : 691489795; Oberdörfl 47, 9072 Ludmannsdorf,
KontoNr.: 31186002502, BLZ 42130 Volksbank Kärnten

Verein Risiko Elektrosmog Kärnten

 

 

  News-Achiv

     
News - Handy-Forscher in der Kritik (Schweiz)

Mobilfunk-Gegner prangern Nationalfonds an

Mobilfunk: Die Strahlung soll erforscht werden
Kritische Organisationen schlagen Alarm: Das Schweizer Forschungsprogramm zur Handystrahlung sei von industriefreundlichen Forschern durchsetzt.

Handy, Funktelefone, drahtloses Internet: Heute kann man der Mobilfunk-Strahlung kaum mehr entrinnen. Der Schweizerische Nationalfonds, eine öffentliche Stiftung, will herausfinden, ob diese Strahlen der Gesundheit schaden. Fünf Millionen Franken sollen in den nächsten Jahren in die Forschung fliessen.
Doch jetzt melden sich Kritiker zu Wort. Die Leitungsgruppe, die über die Vergabe der Gelder entscheidet, sei alles andere als unabhängig, sagt etwa Lothar Geppert von der Umweltorganisation Diagnose-Funk: «Sie ist von industriefreundlichen Forschern durchsetzt.»

In der Kritik sind:
• Jørgen Bach Andersen. Er arbeitete jahrelang für Siemens und andere Telekommunkationsfirmen.
• Andres Ahlbom, Mitglied der «ICNIRP». Laut Geppert ein «industrienaher Verein, der unverhältnismässige Grenzwerte empfiehlt».
• Elisabeth Cardis, Koordinatorin der von EU und Handyherstellern finanzierten «Interphone»-Studie.

Auch Hans-Ulrich Jakob von der Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener sagt, er sei entsetzt, wer alles in der Leitungsgruppe sitze: «Fünf der acht Mitglieder stehen der Industrie nahe.»
Alexander Borbély, Präsident der Leitungsgruppe, sieht darin kein Problem: Die Mitglieder seien «international angesehene, unabhängige» Wissenschaftler, schreibt er dem Gesundheitstipp. «Für Experten in diesem Fachbereich sind Kontakte zur Industrie erforderlich, da von ihr neue Entwicklungen ausgehen.» Auch mit der ICNIRP hat Borbély kein Problem: «Die Organisation nimmt keine Mitglieder auf, die von der Industrie bezahlt werden.»
Doch wer das Geld vergibt, hat einen grossen Einfluss auf das Resultat einer Studie. Dies belegte eine Untersuchung der Universität Bern. Sie kam zum Schluss, dass Studien, die ausschliesslich von der Industrie finanziert sind, viel seltener über negative gesundheitliche Auswirkungen berichten.
(che)

Quelle:
http://www.diagnose-funk.ch/