WESTCHESTER – Drei von fünf
Jugendlichen nutzen das Mobiltelefon
auch, nachdem sie das Licht schon
gelöscht haben. Die Folge:
andauernde Müdigkeit am Tage.
Noch nie war es so einfach,
ständig miteinander in
Kontakt zu bleiben - Mails,
Chatprogramme und Handys machen
das möglich. Doch gerade
die Folgen des übermäßigen
Handy-Gebrauchs werden dabei
häufig unterschätzt.
Jan Van den Bulck und seine
Kollegen von der Universität
Leuven ermittelten nun einen
Zusammenhang zwischen Handygebrauch
und Dauermüdigkeit bei
Jugendlichen und veröffentlichten
ihre Ergebnisse im Fachmagazin
Sleep (2007, 30: 1220-1223).
Wenn das Handy ständiger
Gast im Schlafzimmer von Jugendlichen
ist und auch häufig gebraucht
wird, steigt die Müdigkeit
der Jugendlichen tagsüber
rasant an - wer das Mobiltelefon
mehrmals die Woche noch nach
dem Schlafengehen nutzte, berichtete
den Forschern fünfmal häufiger,
sich sehr müde zu fühlen
als diejenigen Jugendlichen,
welche nie ein Handy im Schlafzimmer
benutzen. Bei Teenagern, die
das Handy weniger als einmal
pro Monat während der Nacht
in Anspruch nahmen, war die
Wahrscheinlichkeit immerhin
doppelt so hoch, dass sie müder
waren als die zur Schlafenszeit
handyfreien Zeitgenossen.
Das Misstrauen der Eltern gilt
Medien wie dem Fernsehen, CDs
und dem Internet. Handys dagegen
gelten den meisten eher als
unverdächtig. "Das
Mobiltelefon wird nur als einfaches
Kommunikationsmittel angesehen,
welches in Notsituationen hilfreich
ist.", so Van den Bulck.
Diese Studie zeige, so der Wissenschaftler
weiter, dass Eltern sich bewusst
sein sollten, dass sie gar nicht
alle Verwendungsweisen des Handys
bei den Jugendlichen im Blick
hätten. Er warnt davor,
das Mobiltelefon mit ins Schlafzimmer
zu nehmen.
Quelle: www.medical-tribune.de
v.7.9.2007
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