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- Handys: Langzeitnutzung erhöht Risiko für
Gehirntumor
München (netdoktor.de)
- Der Gebrauch eines Handys über
einen Zeitraum von zehn Jahren
oder länger verdoppelt das
Risiko für bestimmte Gehirntumore.
Das berichten Forscher um Lennart
Hardell vom University Hospital
im schwedischen Örebro im
Fachmagazin "Occupational
Environmental Medicine" (September
2007). Die Wissenschaftler hatten
für ihre Arbeit 18 Studien
aus verschiedenen Ländern
ausgewertet, die sich mit der
Langzeitnutzung von Handys und
dem Auftreten verschiedener Gehrintumore
befassten. In elf der Studien
erfolgte der Gebrauch der Mobiltelefone
über zehn Jahre oder länger.
Das Ergebnis der Auswertung: Bei
Menschen, die seit mindestens
einer Dekade ein Handy zum Telefonieren
verwenden, ist das Risiko für
ein so genanntes Akustikusneurinom
um den Faktor 2,4 erhöht
und jenes für ein Gliom um
das Doppelte. Als Akustikusneurinom
bezeichnen Mediziner einen gutartigen
Tumor des Hör- und Gleichgewichtsnerves.
Gliome sind gut- oder bösartige
Tumoren, die sich aus den Stützzellen
des Gehirns (Gliazellen) entwickeln.
Den Studien zufolge traten Gehirntumore
besonders auf jener Kopfseite
auf, an die das Handy beim Telefonieren
gehalten wird. Nur in einer der
18 Forschungsarbeiten konnte kein
erhöhtes Tumorrisiko bei
Handygebrauch festgestellt werden.
Dafür ergab diese Studie,
dass solche Tumoren bei Handybenutzern
im Schnitt größer waren
als bei Menschen, die kein Mobiltelefon
verwendeten. Die Ergebnisse der
Datenauswertung zeigen nach Ansicht
der Wissenschaftler ein beständiges
Muster für den Zusammenhang
zwischen dem Langzeitgebrauch
von Handys und dem Risiko eines
Gehirntumors. In bisherigen Studien
sei der untersuchte Zeitraum nicht
ausreichend gewesen, um Langzeitfolgen
der Mobilfunkstrahlung nachzuweisen,
sagen Hardell und seine Kollegen.
Zum jetzigen Zeitpunkt könne
zudem nicht ausgeschlossen werden,
dass Handys auch das Risiko für
weitere Arten von Gehrintumoren
steigern. (mf)