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Verein Risiko Elektrosmog Kärnten

 

 

  News-Achiv

     
News - Abzocke durch Panikmache über Bluthochdruck ?

 


In der Kleinen Zeitung vom 20.10.2007 auf S. 43:
Eine liebenswürdige alte Dame, die verzückt ein Handy hält, als Symbol dafür, daß Blutdruckmessgerät in Verbindung mit Handy Leben retten könne.
Ein spezielles Blutdruckmessgerät und ein Handy, beide mit einem Blue-tooth - Modul ausgestattet, sollen mit einer speziellen SIM-Karte ausgestattet (nicht für´s Telefonieren geeignet), regelmäßig Blutdruckdaten des Nutzers an ein Rechenzentrum übertragen, wo diese Daten gespeichert werden.
Im Notfall soll von dort der Arzt alarmiert werden.
Der Datenschutz soll angeblich deshalb gewahrt sein, weil außer den Blutdruckwerten keine weiteren persönlichen Daten versendet würden

Die Kosten für sechs Monate Bindung: Grundpakt plus 1-Monatsservice inkl. Versand und Versicherung: € 902.-, also pro Monat gerechnet, rd. € 150.-, danach lfd. Servicekosten pm. € 49.-

Ein überwiegend kritikloser journalistischer Bericht, der einer PR-Botschaft nahe kommt?

Die Recherche von Risiko Elektrosmog Kärnten hat ergeben:

1) Sollen insbesonders ältere Menschen künstlich geängstigt werden, damit sie sich solch teure Geräte mit enormen Folgekosten anschaffen?
Ist es wirklich notwendig, bloß aus Vorsorgegründen den Blutdruck mehrmals täglich zu messen?
Seriöse Ärzte verneinen dies auch bei älteren Menschen, die mit dem Blutdruck keine besonderen Probleme haben. Routineuntersuchungen werden empfohlen.
Bei konkreten Bluthochdruckpatienten empfehlen sie häufigere Messungen, je nach dem Befinden des Patienten.

2) Falls wirklich einmal ein Notfall vorliegt, kann mit dieser Gerätekonfiguration leider nicht einmal der Arzt direkt verständigt werden, da diese Telefone nicht zum telefonieren geeignet sind!
Auch auf der Website www.medmobile.at (v. 22.10.07) findet sich leider kein Hinweis darauf, daß dieses Nokia-Handy nicht zum telefonieren geeignet ist.
Hoffentlich weiß dies auch der sich in Notsituation befindliche Bluthochdruckpatient.

3) Angeblich – so der Berater im Infogespräch v. 22.10.07- sind die Hausärzte verpflichtet, dauernd ihren PC zu beobachten, ob von der Speicherzentrale eine Gefahrenmeldung über einen Bluthochdruckpatienten eintrifft.
Praktische Ärzte in Kärnten haben dazu mitgeteilt, daß sie davon keine Kenntnis haben. Obendrein seien ihre Ordinationen regelmäßig nur während der Ordinationszeiten besetzt !!!

Gleichzeitig sollen –s. obiges Infogespräch- diese sensiblen Patientendaten auch an die zuständigen Krankenhäuser gemailt werden, damit diese entsprechende Schritte zur Patientenhilfe in die Wege leiten. Dabei werden natürlich auch Name und Adresse, Geburtsdatum und Telefon-Nr. weitergeleitet.
Eine Rückfrage bim LKGH Klagenfurt (Notfallstelle) v. 25.10.07 hat ergeben:
Im dortigen Krankenhaus ist über diese Aktion nichts bekannt !!!

4) Ein sehr gutes Blutdruckmeßgerät , das auch Hausärzte laufend kaufen, kostet bei der Fa. Maierhofer Sanitätshaus in Klagenfurt € 66,90.- .

5) Kundenfreundliche Apotheken bieten obendrein an, täglich gratis den Blutdruck zu messen. Dabei werden auch Messpässe ausgegeben, um die verschiedenen Daten, gesammelt dem Hausarzt mitteilen zu können.
Beispielhaft hervorzuheben, die Apotheke in Velden am Seecorso, die diesen Service auch für Urlaubsgäste anbietet. Die Besorgten, auch die Urlaubsgäste, können auch täglich gratis Blutdruck messen.
In Klagenfurt etwa bieten diesen Service u.a. auch die Obelisk-Apotheke, die Ringapotheke uam.

6) Datenschutz: Außer den Blutdruckwerten werden auch weitere persönliche Daten gespeichert und transportiert, wie etwa Name und Anschrift ( lt. tel. Auskunft v. 22.10-07 unter 01 22.88 870).
Ob dies datenschutzkonform ist, wird die Datenschutzkommission noch zu prüfen haben.

7) Aufgrund der bisherigen Erfahrungen und Warnungen qualifizierter Umweltmediziner ist die von Blue-tooth und Handy ausgehende Strahlungsintensität gesundheitsgefährdend (s. diverse Warnungen der Österr. Ärztekammer, etc.)
Glaubt also jemand ernsthaft, daß diese Strahlung gerade für Bluthochdruckpatienten besonders heilsam wäre?

8) Übersichtswertung durch Risiko Elektrosmog Kärnten:

8.1. RANG 1 Blutdruckmessung in diversen Apotheken gratis, auch täglich. Im Notfall kann dann sofort von der Apotheke aus telefoniert werden.

8.2. RANG 2 Wer an´s Haus gebunden ist, kann sich ein Messgerät um € 66,90.- anschaffen und bei Bedarf seinen Vertrauensarzt selbst anrufen, auch über das Festnetz, bei dem man keiner gesundheitsgefährdenden Mobilfunkstrahlung ausgesetzt ist.

8.3. RANG 3 Kosten medmolbile: € 902.- für sechs Monate.
Das Risiko, ob, wann, wer nachweislich und rechtzeitig verständigt wird, trägt wohl der Patient (s.obige Auskunft verschiedener Ärzte und vom LKH Klagenfurt).
Wem aber nützt wohl dieses Produkt sicherlich?

Der Mobilfunkfirma T-Mobile, der Firma Nokia und der Fa. medmobile Medizintechnik GmbH Alszeile 103 ,1170 Wien .( Der Wiener Arzt Univ. Doz. DDr. Gerold Porenta ist Gründer und Geschäftsführer von medmobile Medizintechnik GmbH).

Eine heilbringende Allianz?

Risiko Elektrosmog Kärnten wird diese Sachverhalte daher an die Datenschutzkommission, an die Pensionistenverbände sowie an die Konsumentenschutzorganisation zur Information weiterleiten.