Subjektive
Beschwerden der Bewohner in Senderungebung haben
signifikant abgenommen, seit der Sender abgebaut
worden ist
Im Rahmen
der dargestellten Fragebogen-Nachstudie
wurde der Frage nachgegangen,
ob sich die im Jahre 2001 als
erhöht erfassten Beschwerden
der nahe des Kurz- und Mittelwellensenders
des International Broadcasting
Bureau (IBB) Oberlaindern wohnenden
Bürger nach Stilllegung des
Senders im Jahre 2003 verändert
haben. Zusammenfassend zeigte
sich bei der aktuellen Nachstudie
im Frühjahr 2007 in der Gruppe
der 44 Personen, die erneut an
der Studie teilnahmen, ein deutlicher
Rückgang der mit der Beschwerdenliste
von v. Zerssen erfassten subjektiven
Beschwerden. Während im Jahre
2001 noch über die Hälfte
der 44 Personen erhöhte Beschwerden
hatte, lag deren Anteil im Jahre
2007 nur mehr bei 6,8 %. Über
80 % der 44 Teilnehmer hatten
nun der Norm entsprechende Beschwerdenausprägungen.
Die mittleren Gesamtbeschwerden
der 44 Teilnehmer Oberlainderns,
die im Jahre 2001 im Vergleich
zur Eichstichprobe noch deutlich
erhöht waren, lagen im Jahre
2007 im unauffälligen und
mit der Eichstichprobe übereinstimmenden
Normbereich. Der Rückgang
der Beschwerden von 2001 zu 2007
war dabei statistisch signifikant.
Während im Frühjahr
2001 vor allem die Items zu Schlafstörungen,
Nacken-/Schulterschmerzen und
Energielosigkeit überdurchschnittliche
Ausprägungen anzeigten und
Konzentrationsschwäche und
Taubheit in Händen/Füßen
grenzwertig erhöht waren,
entsprachen im Frühjahr 2007
alle Beschwerden den Erwartungswerten
aus der Eichstichprobe. Der zeitliche
Zusammenhang des Beschwerderückgangs
mit der Stilllegung des Senders
legt eine kausale Beziehung zwischen
Senderaktivität und Beschwerden
nahe. Andere bedeutsame Ursachen
für den Rückgang der
Beschwerden wurden nicht identifiziert.