Manche Handys enthalten so
viel Nickel, dass sie ein Kontaktekzem
auslösen können. Experten
raten Betroffenen zu einem Test.
Können Allergien auslösen:
nickelhaltige Handys
Ein Nickeltest ergab, dass das
Headset, das der Kanadier benutzte,
extrem viel Nickel enthielt.
Nickel ist ein bekannter Auslöser
von Kontaktallergien. Die Beschwerden
verschwanden, sobald der Kranke
auf ein nickelfreies Telefon
umstieg – und traten erneut
auf, sobald er sich sein nickelhaltiges
Handy ans Ohr hielt.
Das berichtet ein kanadisches
Forscherteam um Lionel Bercovitch
und John Luo im „Canadian
Medical Association Journal“.
Die Wissenschaftler testeten
daraufhin insgesamt 22 Mobiltelefone
und ein Bluetooth-Headset. Ergebnis:
Zehn Handy-Modelle enthielten
Nickel. Meist war das Headset
oder die Menütaste betroffen.
In Deutschland seien rund 15
Prozent der Frauen und bis zu
fünf Prozent der Männer
Nickelallergiker, schreibt die
„tageszeitung“ und
beruft sich auf Daten des dänischen
Allergiezentrums in Gentofte.
Forscher hatten 41 Modelle getestet
und in jedem fünften Nickel
nachgewiesen. Im Gegensatz zu
Schmuck und Brillen gebe es
keinen europaweit gültigen
Nickel-Grenzwert für Handys.
Mediziner raten Allergikern,
das eigene Handy mit einem Nickeltest
aus der Apotheke zu testen,
solange es keine Kennzeichnungspflicht
gebe.
bid/dpa/cmaj
Quelle: http://www.focus.de/
v.19.1.2008
|