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- Steiermark für strenge Limits bei Handy-Strahlung
Geht es nach dem steirischen
Landtag, soll die elektromagnetische
Strahlung, die von Handy-Sendemasten
ausgeht, streng limitiert werden.
In einem kürzlich verabschiedenden
Beschluss tritt man an den Bund
mit dem Ersuchen heran, der sogenannte
"Salzburger Vorsorgewert"
möge österreichweit
als verbindlich festgelegt werden,
um das Gesundheitsrisiko zu minimieren.
ÖVP, SPÖ und KPÖ
traten dem Entschließungsantrag
der Grüne bei und fassten
einstimmigen den appellativen
Beschluss. Beim von steirischer
Seite gewünschten "Salzburger
Vorsorgewert" - maximale
Strahlung ein Mikrowatt pro Quadratmeter
innen und zehn Mikrowatt außen
- handelt es sich derzeit nur
eine Empfehlung des Umweltmediziners
des Landes Salzburg.
Eben dieser Umweltmediziner, Gerd
Oberfeld, hat zuletzt mit einer
umstrittenen Studie im Auftrag
des steirischen Gesundheitsreferenten
Helmut Hirt (S) über erhöhtes
Krebsrisiko im Bereich einer angeblichen
alten C-Netzsendeanlage in Hausmannstätten
bei Graz für Aufsehen gesorgt.
Die Mobilkom Austria hat diese
scharf zurückgewiesen und
eine Unterlassungsklage eingebracht.
Die steirischen Grünen sehen
in der Klage den Versuch, einen
Kritiker mundtot zu machen. Neben
der Forderung nach der Einführung
des "Salzburger Vorsorgewertes"
sieht der von ihnen lancierte
Beschluss auch eine Informationskampagne
vor, in der die Bevölkerung
auf die Gefahren der Mobilfunknutzung
hingewiesen wird. Keine Mehrheit
erhielt übrigens der dritte
Punkt im Antrag, der einen "differenzierten
und zurückhaltenden Einsatz
von WLAN" im Zuständigkeitsbereich
des Landes einforderte - durch
eine Panne (es waren zum Zeitpunkt
der Abstimmung zu wenige SPÖ-Abgeordnete
anwesend, Anm.) konnte seine Beschlussfassung
von der ÖVP verhindert werden.
Quelle: APA