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News - Laborantin bestreitet Fälschung von UMTS-Daten

Laborantin bestreitet Fälschung von UMTS-Daten

Die vom Rektor der Medizinischen Universität Wien zusammengesetzte Kommission für Wissenschaftsethik kam, ohne Prüfung der Daten oder Anhörung von Prof. Rüdiger, zu dem Schluss, dass sämtliche zurückliegenden Publikationen, an denen die beschuldigte Laborantin beteiligt war, zurückzuziehen sind. Dabei handelt es sich um 8 Publikationen, bei denen die beschuldigte Mitarbeiterin als Co-Autorin fungierte. Merkwürdigerweise empfiehlt die Kommission aber nur das Zurückziehen der Arbeiten betreffend Mobilfunk, die anderen Arbeiten wurden nicht einmal erwähnt.

Eine Erklärung hierfür ließ sich ableiten, da nach ein paar Tagen bekannt wurde, dass der Vorsitzende der vom Rektor einberufenen dreiköpfigen Kommission für Wissenschaftsethik als Jurist bei einem Unternehmen der Mobilfunkindustrie beschäftigt ist.

Bei einer Befragung der beschuldigten Laborantin am 29.5.2008 durch die Professoren Rüdiger und Mosgöller (der Projektleiter des ATHEM Projektes, innerhalb dessen die UMTS Daten erarbeitet wurden) erklärt diese – abweichend von der Darstellung ihres Dienstvorgesetzten, dass sie alle publizierten Ergebnisse unter den Bedingungen einer doppelten Verblindung erhalten habe, und dass die Behauptung, sie habe die Codierung der Expositionskammer gekannt, erfunden ist.

Sie habe auch niemals etwas anderes gesagt und den Dienstvorgesetzten um Richtigstellung seines Briefes gebeten, was ihr bereits am 22.Mai auch zugesagt worden sei. Dass die Verblindung tatsächlich wie vorgesehen eingehalten worden ist, kann auch aus den schriftlichen Protokollen der Laborbesprechungen abgeleitet werden, die für die zurückliegenden 8 Jahre gesammelt vorliegen.

Auf Grund dieser Sachlage, sind Datenmanipulationen auch bei den UMTS Ergebnissen schwer vorstellbar, wenn nicht unmöglich. Deshalb zieht auch Prof Adlkofer, München sein Einverständnis zur Retraktion dieser Publikation gegenüber dem Rektor und dem Herausgeber des Int Arch Occup Environ Health schriftlich zurück.

Quelle: Infos von Diagnose-Funk aus der Schweiz