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Verein Risiko Elektrosmog Kärnten

 

 

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Amtliche Verharmlosung im Dienste der Mobilfunkindustrie?


Mit großer Verwunderung hat der HESSISCHE LANDESVERBAND
MOBILFUNKSENDERFREIE WOHNGEBIETE e.V. (HLV), welcher der
Interessenverband von über 120 Bürgerinitiativen ist, die jüngste
„entwarnende Verkündigung“ der Ergebnisse des Deutschen
Mobilfunk-Forschungsprogramms (DMF) durch den Umweltminister Gabriel zur
Kenntnis genommen.

Die Erklärung des Bundesumweltministers S. Gabriel , das DMF habe bei
Einhaltung geltender Grenzwerte „keine Hinweise für schädigende Wirkung
von Handy-Nutzung und Funkmasten“ gefunden, wird seitens vieler
internationaler Wissenschaftler und kritischer Bürgerbewegungen
schärfsten zurückgewiesen. Sie steht in krassem Widerspruch zu
internationalen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen und zu den
Forderungen der obersten Europäischen Umweltbehörde, der EU- Umweltagentur.

2000 Studien warnen

Die europäische Fachbehörde EU-Umweltagentur warnt vor den
gesundheitlichen Gefahren des Mobilfunks und weist auf 2000 ausgewertete
Studien zur schädlichen Wirkung von elektromagnetischen Feldern hin.
Außerdem gebe es, so die EEA Direktorin MC Glade, durch
Mobilfunkstrahlung unterhalb der geltenden Grenzwerte Effekte in
menschlichen Zellen. Sie stören Zellprozesse, den Signalaustausch
zwischen den Zellen. Wenn das über einen langen Zeitraum passiert,
können diese Störungen natürlich zu Langzeiteffekten, wie Krebs führen!
Die EU-Umweltagentur sieht beim Thema Mobilfunk Paralellen zu anderen
Umweltrisiken wie Asbest, Röntgen- und Radarstrahlen, Contergan, Blei-
Belastungen oder Rauchen. In der Vergangenheit seien viel zu oft
Umweltrisiken unterschätzt worden! Diese Fehler sollte man beim
Mobilfunk nicht noch einmal machen! Sie ruft alle öffentlichen
Entscheidungsträger dazu auf, sich den Hinweisen bewusst zu werden und
dementsprechend zu handeln. „Wir müssen jetzt handeln“, fordert die
Direktorin.
Das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF) in Höhe von 17 Millionen
Euro wurde zur Hälfte von der Mobilfunk- Industrie bezahlt.
Wissenschaftler, die bereits in der Vergangenheit schädigende Einflüsse
gefunden haben, wurden am DMF ausgeschlossen, indem man ihre Anträge
abgelehnt hat. Stattdessen wurden mobilfunkfreundliche Wissenschaftler
eingebunden.
Somit ist das Resultat vorhersehbar gewesen! In der Pressemitteilung des
Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), welches das über sechs Jahre
laufende Programm umgesetzt und koordiniert hat, wird unter der
Headline: „Forschungsbedarf bei Kindern und Langzeitnutzern. Nicht alle
Fragen abschließend geklärt“ auf ein nicht auszuschließendes
Gefährdungspotential hingewiesen! Weiteren Forschungsbedarf gibt es nach
Meinung des BfS vor allem in Hinblick auf die Fragen möglicher
Langzeitrisiken für Handynutzungszeiten von mehr als zehn Jahren.
Außerdem sei weiterhin unklar, ob Kinder empfindlicher auf
Handystrahlung reagieren als Erwachsene. Das BfS rate deshalb weiterhin,
auf eine vorsorgliche Verringerung der Strahlenbelastung zu achten.

Venedig Resolution warnt

Eine weitere Mahnung von 47 Wissenschaftlern vor dem sorglosen Umgang
nichtionisierender Strahlung ist mit der Venedig Resolution ergangen.
Die International Commission for Electromagnetic Safety, die sich aus
besorgten Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zusammensetzt, ruft in
einem dringenden Appell zu mehr Schutz für die Gesundheit und Sicherheit
vor EMF-Gefahren auf. Als Vorbeugungsmassnahme, empfehlen die
Wissenschaftler tiefere EMF-Exposition-Richtlinien und raten, dass
Kinder und Teenager die Benutzung von Handys und anderen drahtlosen
Apparaten einschränken sollen.

Russische Experten warnen: Handys stellen Gefahr für Kinder dar
siehe diagnose-funk.org


Kinder und Mobilfunktelefone: Die Gesundheit der nachfolgenden
Generationen ist in Gefahr. Deutsche Übersetzung Moskau, Russland, 14. April 2008
http://www.diagnose-funk.org/downloads/rcnirpappelld080514.pdf

Forscher und Krebsärzte für Vorsicht bei Handy-Nutzung
http://omega.twoday.net/stories/4996711/

Zwanzig Wissenschaftler, die meisten Onkologen, zusammen mit David
Servan-Schreiber, führender Spezialist im Kampf gegen den Krebs denken,
dass das Risiko zu hoch ist . . .
"Wir sind heute in der gleichen Situation, wie vor fünfzig Jahren mit
Asbest und Tabak, bemerkt Thierry Bouillet, Onkologe im Krankenhaus
Avicenne in Bobigny . . .
http://www.next-up.org/Newsoftheworld/AppelCallFrance.php#1 Kritische
Stellungnahme von Prof. Adlkofer zum Deutschen
Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF) am 25.06.2008 Der internationaler
Wissenschaftler Prof. Dr. med. Franz Adlkofer, Direktor der Stiftung
VERUM, welche die REFLEX-Studie durchgeführt hat, veröffentlichte hierzu
eine kritische Stellungnahme: „Durch das Deutsche
Mobilfunk-Forschungsprogramm wird die Frage nach einer möglichen
Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung nicht annähernd beantwortet. Bei
der Aussage, dass die geltenden Grenzwerte vor möglichen
gesundheitlichen Risiken durch die Mobilfunkstrahlung ausreichend
schützen, handelt es sich um eine Feststellung, der die
wissenschaftliche Grundlage fehlt. Im Deutschen Mobilfunkprogramm wird
davon ausgegangen wird, dass die biologischen Wirkungen der
Mobilfunkstrahlung ausschließlich durch Wärmeentstehung zu erklären sind
und dass es so genannte athermische Wirkungen mit Krankheitsrelevanz
nicht gibt. Diese Annahme steht im Widerspruch zu den Ergebnissen
zahlreicher Untersuchungen unabhängig von der deutschen
Mobilfunkforschung. Sollten sich dafür definitive Beweise erbringen
lassen, was eine Frage der Zeit sein dürfte, sind die gegenwärtig für
die Mobilfunkstrahlung geltenden Grenzwerte ohne jede wissenschaftliche
Begründung und eine auch nur einigermaßen zuverlässige Aussage über
möglicherweise gesundheitsschädliche Langzeitwirkungen ist unmöglich.
Immerhin weisen bereits heute zahlreiche unabhängig von der deutschen
Mobilfunkforschung vorliegende Forschungser-gebnisse aus den Bereichen
Epidemiologie, Tierexperimente und Grundlagenforschung zusammengenommen
eher auf als gegen ein zukünftiges Gesundheitsrisiko durch die
Mobilfunkstrahlung hin. Man täte deshalb gut daran, im Umgang mit der
Mobilfunkstrahlung statt Entwarnung Vorsorge-maßnahmen zu empfehlen -
und dies im verstärktem Maße bei Kindern. Professor Dr. Franz Adlkofer“
In seiner Pressemitteilung vom 19. Juni 2008 protestiert die
“Kompetenzinitiative e. V. zum Schutz von Mensch, Umwelt und
Demokratie“, der zahlreiche Wissenschaftler, Ärzte und umweltengagierte
Vereinigungen im In- und Ausland angehören, gegen die unverantwortliche
Verharmlosigkeitsstrategie mittels einer industriefinanzierten Studie.
Nach Auffassung der Kompetenzinitiative verlangt die Zukunft des Lebens
ein entschiedenes Umdenken: „Wir sind nicht gegen den Mobil- und
Kommunikationsfunk. Aber wir fordern seine Umstellung auf gesundheits-
und umweltverträgliche Technologien und seine Verankerung in einem
Schutz-Konzept, das die Demokratie der Bürger nicht in eine Diktatur
kommerzieller Interessen pervertiert.“ www.kompetenzinitiative.net

Fazit:
Der HLV schließt sich dieser Kritik und den Forderungen an. Die Basis
der vorliegenden dubiosen Studie des DMF’s, mit 54 Einzeluntersuchungen,
von denen lediglich 37 abgeschlossen waren (!), sind bezüglich der
unverantwortlichen entwarnenden Aussage des Bundesumweltministers
Gabriel problematisch zu werten. Die Unabhängigkeit der Studie stellt
ein Kriterium dar und wird bereits in der Politik kritisiert.
Offensichtlich wird derzeit medienwirksam die europäische Bevölkerung
manipuliert, fragwürdige Ergebnisse werden derart einseitig als letzten
(und womöglich endgültigen) Stand der Wissenschaft präsentiert, die
konträr zum effektiven wissenschaftlichen Stand stehen. Für den HLV
stellt zumindest diese Studie keine Entwarnung dar!

(at/kb)
Für den Vorstand:
gez. Prof. inv. Dr. med. H.-J. Wilhelm
gez. Dr. med. Wolfram Haas
Klaus Böckner
Pressemitteilung HLV vom 29.6.2008

Quelle: http://omega.twoday.net/

Kommentar v. Risiko Elektrosmog Kärnten :
Ähnlich verharmlosend hat jüngst das Fermeldebüro f. Stmk- u .Ktn. mit Schreiben vom 16.5.2008 einem betroffenen Bürger auf dessen Hinweis, daß die Sender in seiner unmittelbaren Umgebung mit zu großer gesundheitsschädlicher Intensität abstrahlen, lapidar mitgeteilt:
„Wir verwendeten (bei einer Messung) das Strahlungsmessgerät EMR-200 mit Messzeiten von jeweils 6 Minuten und konnten an den gegebenen Standorten (Innenräume und Bereich vor dem Haus) feststellen, daß die nach ÖVE-Norm E 8850 zulässigen Grenzwerte in keinem Falle auch nur annähernd erreicht wurden“.
Damit versucht die Fernmeldebehörde offensichtlich den Eindruck zu erwecken, daß die zitierte Ö-NORM jene Richtlinie vorgibt, nach der sich die Behörde zu richten hätte.
Dies ist jedoch faktisch irreführend, weil die zitierte Norm eine unverbindliche Empfehlung ist, vorgegeben von der ICNIRP, einem privaten Verein, den viele in der Nähe der Mobilfunklobby sehen, weil er derart hohe Richtwerte vorgibt, die praktisch niemals erreicht werden können. (Über die Stellung der ICNIRP und die WHO, dazu s. im Archiv vom 13.3.08 u.12.7.07,uam.).

Übersicht über diverse Grenzwerte:
GRENZWERTE, Empfehlungen und Effekte für gepulste elektromagnetische Mobilfunkwellen im Vergleich
Strahlungswerteangaben (Leistungsflußdichte) jeweils in Mikrowatt pro Quadratmeter = µW/m², Stand Jänner 2004
(Quelle: Baubiologie Maes, u.a.)

WHO u. ICNIRP = Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung bzw. EU-Rats-Empfehlung
UMTS-2000: 10.000.000 µW/m2
GSM-1800: 9.000.000µW/m2
GSM- 900: 4.500.000 µW/m2

Deutschland (26. BImSchV, 1997) und
Österreich Vornorm ÖVE/ÖNORM E 8850 (ex 2006) keine Verbindlichkeit:
UMTS-2000: 10.000.000 µW/m2
GSM-1800 : 9.000.000 µW/m2
GSM-900: 4.500.000 µW/m2

Salzburger Vorsorgewert (ex 2002) in Gebäuden
Frequenzunabhängig, Summe aller Anlagen
1 µW/m2
außerhalb von Gebäuden
Frequenzunabhängig, Summe aller Anlagen
10µW/m2

Schweiz
GMS-1800
95.500 µW/m2
GSM-900
42.4000 µW/m2

Ehemalige Sowjetunion
20.000 µW/m2

unter 0,001 µW/m2 : Optimale Funktion eines Handys (Mobiltelefons) gewährleistet!

< 0,000.001 µW/m2 natürliche Hintergrundstrahlung auf der Erde!

Effekte mit Angabe der jeweiligen Studie samt Jahr der Veröffentlichung in Klammer:

20.000 µW/m2 Direkter Effekt auf Ionenkanäle von Zellen ( D´Inzeo 1988)
13.000 µW/m2 Doppelte Zunahme von Leukämien bei Erwachsenen (Dolk 1997)
10.000 µW/m2 Schädigung von Hirnnervenzellen bei Ratten ( Salford u.a.2003)
DNA-Schäden (Phillips 1998,Verschave 1994,Lai 1996 u.a.)
Störung des Immunsystems bei Mäusen (Fresenko 1999)
Stimulation von T-Zellen u.Makrophagen (Novoselova 1999)
1.000-
5.000 µW/m2 Öffnung der Blut-Hirnschranke bei Ratten (Salford 1999,u.a.)
1.600 µW/m2 Unfruchtbarkeit bei Mäusen nach 6 Monaten (Magras u.a.19997)
1.000 µW/m2 Im EEG nachweisbare Hirnstromveränderungen (v. Klitzing u.a.)
Störungendes Immunsystems (Bruvere 1988 u.a.)
800 µW/m2 Calcium-Ionen-Veränderungen in der Zelle (Schwartz 1990 u.a.)
500 µW/m2 Kopfschmerzen und Veränderungen im Nervensystem (Navarro 2002)
200 µW/m2 Störungen an Zellmembranen (Marinelli 1999)
100 µW/m2 Fa. BMW für seine weltweit tätigenMitarbeiterInnen bei DECT-Basistationen

bis 10 µW/m2 Bewertung ÖKO-Test 4/2001 als niedrige Belastung,
Beeinflussung des Wachstums von Hefezellen
10-100 µW/m2 mittlere Belastung,
> 100 µW/m2 hohe Belastung (Absprache mit Maes, Dr. v. Klitzing, Prof. Käs (Uni
Bundeswehr Neubiberg)

0,2 µW/m2 Gesundheitsschädigung von Säugetieren (Lundquist/BEMS 2002)
0,01 µW/m2 Baubiologie für Schlafbereich( Maes/IBN 2003)
Landessanitätsdirektion Salzburg für DECT-Telefone (2002)
Veränderte Kalziumabgabe menschlicher Hirnzellen ( Bahmeier)
Sonneneinstrahlung auf die Erde, nicht gepulst (Leitgeb u.a.)