Frau Dr. Sianette Kwee aus Aarhus, Dänemark, kann es
sich heute, als emeritierte
Wissenschafterin leisten, Klartext zu reden, während
ihr früher stets ein Maulkorb verpasst
worden war. Unter dem Titel „Märchen und Tatsachen“
pointierte sie, wie die Industrie ständig
versucht, die schädlichen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung
kleinzureden und wie es ihr
gelungen war, diese dann als Unwahrheiten zu entlarven. Sie
legte einen Vergleich der
Ergebnisse unabhängiger Studien mit solchen von der Industrie
veranlassten (bestellten) vor.
Ergebnis: nur 30% der Industriestudien zeigten einen Effekt,
70% keinen. Ihr Hauptthema lag
auf der Wirkung der Hitzeschock-Proteine (Anmerk. = Stressproteine),
die den Zellwachstumsprozess regulieren. Sie reparieren beschädigte
Proteine und schützen die Zellen gegen äussere Schadeinflüsse.
Bei schnell wachsenden Zellen (Krebszellen) führen sie
nun zur Beschleunigung der Zellteilung und schützen ausgerechnet
diese. In normalen Zellen aber bewirken hochfrequente elektromagnetische
Felder eine Verzögerung der Zellteilung, also das Gegenteil.
Bei chronischer Einwirkung sind geschädigte Zellen nicht
mehr zur Selbstreparatur Zellen fähig.
Nach Meinung von Dr. Kwee gibt es schon genügend Erfahrungen,
daher dürfe man die
Verzögerungstaktik der Industrie nicht länger hinnehmen.
Prof. Yuri Grigoriev, Vorsitzender der russischen Strahlenschutzkommission
RNCIRP
aus Moskau belegte mit Beispielen aus der Wissenschaft besonders
die Empfindlichkeit von
Kindern auf die Mikrowellentechnologie und forderte die Einhaltung
der Empfehlungen der
russischen Strahlenschutzkommission, diesen keine Mobiltelefone
in die Hand zu geben.
Durchgeführte Studien an Ratten, Froschherzen und Küken
haben, auch wenn sie schon länger
zurück liegen, von ihrer Gültigkeit und Brisanz
nichts verloren. Ergebnisse bleiben Ergebnisse.
Erfahrungsstudien haben ausserdem ergeben, dass gerade bei
im Wachstum befindlichen
Tieren die Einflüsse stärker sind und deshalb das
Risiko bei jungen Menschen (20-29jährigen),
die schon seit ihrer frühen Jugend ein Mobiltelefon benützen,
extrem gross ist. Prof. Grigoriev
wies darauf hin, dass die Modulation nicht unberücksichtigt
bleiben dürfe, wolle man das
Risiko des Mobilfunks der Bevölkerung richtig einschätzen.
Dr. med. Barbara Dohmen, Umweltärztin und Mitbegründerin
von IGUMED
(interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin)
genoss die ungeteilte Aufmerksamkeit der
Zuhörerschaft. Sie berichtete aus ihrem Praxisalltag,
wo sie täglich hautnah mit den Folgen der
elektromagnetischen Verstrahlung konfrontiert ist. So führte
sie u.a. als Beispiel den Fall eines
jungen Patienten an, der, berufsbedingt, als Schweisser, in
seinem Körper viel Metall trägt.
Metall im Körper wirkt als Leiter der Strahlung und bewirkt,
dass dieser Patient massiv an den
verschiedensten bekannten Beschwerden leidet. Dies immer mehr,
sodass er es in einem
normalen Umfeld nicht mehr aushält, sondern, besonders
nachts, in unbestrahlte Gebiete
fliehen muss. Da fast jeder von uns in irgendeiner Form Metall
in seinem Körper trägt, sei es
nun in Form von Amalgamplomben, Prothesen oder metallischen
Implantaten, sind früher oder
später auftretende Folgen geradezu vorprogrammiert. Ein
anderer Patient lieferte den geradezu
frappanten Beweis über die Wirkung eines eingeschalteten
Handys. Wegen
Herzrhythmusstörungen begab er sich in eine Herzklinik,
wo er sein Handy, das er stets in der
Brusttasche trug, vorher abgeben musste, denn es hätte
die empfindlichen Instrumente gestört.
Die Untersuchung verlief negativ, dh. während seines
Klinikaufenthaltes war er ohne
Beschwerden. Diese begannen nach seiner Entlassung prompt
erneut, als er das Handy wieder
in Empfang nahm.
Das Wissen der Medizin, so Dr. Dohmen, stammt aus zwei Quellen:
aus der wissenschaftlichen
Forschung und der Einzelbeobachtung, wie dies die Geschichte
von der Cholera-Epidemie
wegen eines verseuchten Brunnens in Soho zeigte, (auch von
Prof. Dr. Hecht anschliessend
angeführt) noch lange, bevor der wissenschaftliche Beweis
dafür vorlag. Sehr anschaulich war
die Grafik von dem Fass, das, vollgefüllt mit anderen
Umweltbelastungen, nur noch als letzten
Tropfen in Form von Folgen des Mobilfunks, gebraucht hat,
um es zum Überlaufen zu bringen.
Prof. Dr. med. Hecht, ehemals an der berühmten Berliner
Charité tätig, kann es sich als
emeritierter Professor leisten, gnadenlos mit der Industrie
und allen Elektrosmog-Leugnern aus
Politik und Wirtschaft und den von ihnen als Verharmlosern
angestellten Forschern und
Medizinern abzurechnen. Bereits vor 70 Jahren haben Forscher
auf das Mikrowellensyndrom
hingewiesen, das sich nicht – wie heute stereotyp durch
die ICNIRP und die Vorschriften der
Regierungen (Anm. NIS-Verordnung) vertreten. – allein
durch Wärmewirkung erklären lässt.
Dies sagte nicht irgendwer, sondern z.B. der Physiologe und
Nobelpreisträger I. P. Pawlow,
und Dr. Erwin Schliephake – wohlgemerkt eben schon vor
70 Jahren. Die ersten Warnungen
kamen 1971 aus den USA, andere aus der Sowjetunion, wo man
seit 1948
Reihenuntersuchungen an Berufsleuten durchführt. Auch
aus Polen und Tschechien gibt es
Berichte. Die Beschwerden decken sich exakt mit jenen, unter
denen heute
Mobilfunkgeschädigte leiden. Prof. Hecht prangert denn
auch die unlauteren Methoden von
Forschungen an, die dies bestreiten und die neue, seriöse
Forschungsergebnisse, die nicht ihrem
Dogma entsprechen, lächerlich machen oder verschweigen.
Einleuchtend auch die Aussage, dass Lebensprozesse nicht mit
den Methoden der klassischen
Physik erforscht werden und deshalb auch keine physikalischen
Schutzwerte festgelegt werden
können. Denn ein Lebewesen ist nicht die Summe einzelner
Teile, sondern ein integriertes,
dynamisches funktionelles System. Hängen geblieben ist
sicher in den Köpfen der meisten
Zuhörer: „Noch nie wurde eine schädliche Technologie
durch die Forschung bewiesen,
sondern stets durch Erfahrung.“ (siehe das von Frau
Dr. Dohmen angeführte Beispiel der
Cholera). Prof. Dr. Hecht hält all jenen, die den ernsthaften
Warnern vor Gesundheitsschäden
vorwerfen, „ein Spiel der Angst“ zu betreiben
vor, verantwortungslos zu handeln, wie es z.B.
die berüchtigte Schrift „Frequentia“, die
das ForumMobil an die Schweizer Ärzte verteilt, tut.
Er fordert, dass Forschungsvorhaben finanziell unterstützt
werden, ebenso, dass Ärzte, die in
ihrem Umfeld praktische Untersuchungen durchführen. Sein
Wort richtet sich aber auch an die
Gesetzgeber und er fordert die Verpflichtung der Mobilfunkbetreiber,
Warnhinweise auf
Handys zu drucken, analog zur Tabakindustrie und für
Bewohner im Einzugsgebiet der
Antennen die Kosten für Gesundheitschecks und Behandlung
Betroffener zu übernehmen.
Neben den Forderungen, Handys weder Kindern noch Jugendlichen
in die Hand zu geben, drin3
genden Empfehlungen an Patienten mit Herzschrittmachern, an
solche, mit neurologischen
Erkrankungen, und an Schwangere, diese zu meiden, appelliert
er an die Gesundheitsbehörden,
eine ärztliche Meldepflicht für Mikrowellen-Symptome,
wozu auch gehäufte Krebs- und
Leukämiefälle zählen, einzuführen. - Prof.
Dr. Hecht ist sich voll bewusst, dass er sich mit
seinen Darlegungen und Forderungen gewiss Feinde in manchen
Kreisen schaffen wird. Man
wird versuchen, ihn zu verleumden, zu diskriminieren und diskreditieren,
aber durch seine
50-jährige Erfahrung fühlt er sich weiterhin der
ärztlicher Ethik verpflichtet, den Schädigern
der Gesundheit den Kampf anzusagen und bittet um die Unterstützung
aller, denen er helfen
will. - Die Zuhörer waren echt beeindruckt von dem Drive
und der Energie, die der 81-jährige
Kämpfer mit seinem aufrüttelnden Vortrag gezeigt
hat.
Franz Inauen, Landwirt aus Wertbühl bei Istighofen zeigte
anhand eindrücklicher Grafiken,
belegt mit Zahlen und Daten über Schäden in seinen
Viehställen und jenen eines benachbarten
Betriebs auf, wie die Mobilfunktechnologie einen Landwirt
in seiner beruflichen Existenz
bedroht. Da gab es nichts zu diskutieren und zu beschönigen.
Die Schäden waren evident und
beliefen sich seit 2001 auf beiden Betrieben auf 32 tote Kälber
und 6 notgeschlachtete Kühe
und auf einen finanziellen Schaden von rund 40 000 Franken.
Die Tierärzte schrieben deshalb
in ihrer Beurteilung, ein Zusammenhang zwischen der Mobilfunkanlage
und dem ganz klar
schlechteren Gesundheitszustand der Tiere sei auf keinen Fall
auszuschliessen. Schade nur,
dass Gigaherz nicht früher Kenntnis erhielt und vorgängig
Messungen durchführen konnte. Sie
wären heute gut für einen Vergleich zu gebrauchen,
nachdem diese offensichtlich nach einer
Beschwerde beim ForumMobil auffällig abgenommen haben.
Wir kennen Fälle, wo die
Betreibergesellschaft durch Manipulation der Antennen in der
Zentrale Ähnliches bewirkt hat
(siehe Punkt 14) Auch die Hausbewohner leiden, dies zeigt
sich hauptsächlich in der Form von
Gelenkschmerzen.
Dr. Imre Fejes, Szeged, ein noch junger Arzt, ging auf seine
mit Kollegen durchgeführte
Studie der Frage nach, ob regelmässiger Handygebrauch
einen Einfluss auf die männliche
Fruchtbarkeit hat. Bei der statistischen Auswertung von 371
befragten jungen Männern (nach
der Dauer des Gebrauchs von Handys, Standby-Position und Tragen
des Handys in
Körpernähe) zeigte sich: längerer Handygebrauch
kann sowohl die Qualität, die Anzahl und
die Beweglichkeit der Spermien negativ beeinflussen und zu
einer reduzierten männlichen
Fruchtbarkeit führen. Die Forschungen sind noch im Gange,
denn es wurden 5 mögliche
Hypothesen aufgestellt, darunter DNA-Schäden und die
Melatoninhypothese. Die Frage, ob
man sich auch mit dem Auftreten von Hodenkrebs beschäftigt
habe, verneinte Dr. Fejes, was
besagt, dass dies ein weiteres umfangreiches Forschungsgebiet
wäre.
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